Trio Wiek
Trio für Flöte & Cello & Klavier
Die drei Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs Christina Fassbender, Justus Grimm und Florian Wiek gründeten im Sommer 2001 das Trio Wiek. Neben ihrer umfangreichen kammermusikalischen wie solistischen Tätigkeit widmen sich die drei Mitglieder dem Repertoire dieser ungewöhnlichen Besetzung – vom Barock bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten. In der Saison 2003/04 nahm das Trio an der 47. Bundesauswahl Konzerte junger Künstler teil. Das Trio Wiek konzertierte bei namhaften Festivals wie den Ludwigsburger Festspielen, dem Musiksommer Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Riffelalp-Festival (Zermatt). Im Frühjahr 2006 ist bei Ars Musici die erste CD Aufnahme erschienen. Sie enthält Werke von Louise Farrenc, Carl Maria v. Weber und Felix Mendelssohn Bartholdy. 2007 wurde beim WDR in Köln eine weitere CD aufgenommen, die Werken des Komponisten Philippe Gaubert gewidmet ist. 2008 gab das Trio sein Debüt in der Berliner Philharmonie, das deutschlandweit live im Rundfunk übertragen wurde.
Christina Fassbender (Flöte) studierte von 1993 bis 2001 an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Jean-Claude Gérard (Diplom 1999, Konzertexamen 2001). Parallel dazu absolvierte sie ab 1998 ein Aufbaustudium am Mozarteum in Salzburg und nahm teil an Meisterkursen bei Renate Greiss, Paul Meisen und Aurèle Nicolet. Neben Stipendien (Studienstiftung des Deutschen Volkes, Villa musica / Mainz) gewann Christina Fassbender 1997 den 3.Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen und 2001 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin. Seit 1999 ist sie 1. Soloflötistin im Orchester der Komischen Oper Berlin. Christina Fassbender trat sowohl mit Kammerensembles als auch als Solistin in Deutschland, Japan, Norwegen, Chile, Costa Rica, USA und Kanada auf. Mit dem SDR (Forum junger Künstler) und dem SfB entstanden Rundfunkaufnahmen, außerdem existieren CD-Aufnahmen mit Werken von A. Jolivet. Zu ihren wichtigsten Kammermusikpartnern gehören neben dem Trio Wiek das Klenke Quartett Weimar und das Ma’alot Quintett.
Justus Grimm (Violoncello) stammt aus einer Musikerfamilie und erhielt den ersten Cellounterricht bei seinem Vater. Neben Studien in Saarbrücken bei Ulrich Voss und Köln bei Claus Kanngießer und Frans Helmerson besuchte er Meisterkurse bei Heinrich Schiff, William Pleeth, Boris Pergamenschikow und Steven Isserlis. 1994 gewann er beim Violoncellowettbewerb der Kölner Musikhochschule den 1. Preis, im selben Jahr wurde er Preisträger des Deutschen Hochschulwettbewerbs und Stipendiat des Deutschen Musikrates. Als Solist gab er 1993 sein Debüt mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg im Rahmen einer Produktion des NDR, weitere renommierte Orchester folgten. Solistisch wie als Kammermusiker war Justus Grimm in so bedeutenden Konzertsälen wie dem Berliner Konzerthaus, dem Palais des Beaux Arts in Brüssel, der Musikhalle Hamburg, der Beethovenhalle Bonn, der Kölner Philharmonie u.a. zu Gast.
Seit der Saison 1999/2000 ist Justus Grimm 1.Solocellist der Königlichen Oper Brüssel. Im Jahr 2008 wurde er zum Professor für Violoncello nach Antwerpen berufen, nachdem er vier Jahre dieselbe Position in Namur inne hatte.
Florian Wiek (Klavier) fühlte sich schon vor dem Musikstudium als Schüler der Bonner Pianistin Rose Marie Zartner neben dem Solospiel stark zur Kammermusik hingezogen und wurde dafür auch mehrfach national wie international ausgezeichnet. Seine Klavierstudien führten ihn an die Musikhochschule Köln zu Prof. Günter Ludwig und später ans Conservatoire national superieur de Paris zu Pierre Laurent Aimard. An der Hamburger Hochschule für Musik und Theater schloß Florian Wiek seine Studien in der Klasse von Prof. Volker Banfield mit dem Konzertexamen ab. 1998 gewann er den 1.Preis beim Beethoven-Wettbewerb der Kölner Musikhochschule und erhielt 2001 die selbe Auszeichnung beim Hamburger Wettbewerb „Elise Meyer“.
Als Kammermusiker konzertierte Florian Wiek mit herausragenden Künstlern wie Ivry Gitlis, Thomas Brandis, Wolfgang Gaag und Rainer Moog. Er war Stipendiat der „Villa musica“/ Mainz und besuchte zahlreiche Meisterkurse. Er war zweimal (1999/2001) Mitglied der Bundesauswahl junger Künstler des Deutschen Musikrates. Im Herbst 2004 wurde Florian Wiek zum Professor für Klavier und Klavier-Kammermusik an die Musikhochschule Stuttgart berufen.
Das Duo Justus Grimm - Violoncello und Florian Wiek - Klavier gewann 1999 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbes und wurde auch beim internationalen Wettbewerb „Maria Canals“ in Barcelona einen Monat später mit dem 1.Preis und der Goldmedaille ausgezeichnet. Neben verschiedenen Rundfunkaufzeichnungen liegt auch eine CD-Aufnahme des Duos mit Werken von Brahms, Beethoven und Schostakowitsch vor. (Ars musici/ Freiburg – 2000).
Pressestimmen
Bravos gleich nach dem ersten Stück – Das vorzügliche Trio Wiek im Winnender Schloss-Konzert… Wann gab’s beim anspruchsvollen Winnender Publikum schon mal Bravos gleich nach dem ersten Stück?... Hier wird eine Kultur des Zusammenspiels offenbar, die laute Zustimmung provoziert. Ein Erfolg von Beginn an!.. In Winnenden punktet das Ensemble wohl auch deswegen, weil hier mal die Flöte statt der Violine das gewohnte Klangbild des Klaviertrios variiert. Und weil das Trio dieses rare Erlebnis mit klug gewählten Originalkompositionen fördert, etwa mit zwei Stücken des französischen Komponisten und Flötisten Philippe Gaubert, beide stark impressionistisch gefärbt und von bisweilen schwelgerischer Schönheit, wenn die Flöte Vorgaben des Cellos aufgreift und fortspinnt, während das Klavier mit Arpeggio-Artistik begleitet... Ein vor allem im dritten Satz (Martinu Klaviertrio) besonders lebendiges musikalisches Strömen und Sprudeln wird erneut von lautstarken Bravos belohnt, die wohl einerseits dem Stück, andererseits der Spielkultur der Musiker gelten…
Virtuose Doppelbödigkeit… dieses Trio zeigte sich bestens aufeinander eingespielt, lieferte durchdachten, geschliffenen Sound in ausgereifter und doch stets beseelter, lebendiger Klangpräsenz… Mit lyrischer Leuchtkraft und allzeit geschmeidig die Querflöte, sandig-geerdet und mit einem Schuss Understatement das Cello, darunter agierte das Klavier mal als subtiles Prickeln, mal als zuverlässig rund laufender Spannungsmotor… Reizvoll auf der Klippe stehend zwischen eher klassischer Kontrolliertheit und einem gewissen Maßhalten, bekennt sich Hummel letztlich doch eindeutig zu Pathos, Expressivität und genüsslichem Spiel mit Klangfarben. Die Musiker loteten diese Doppelbödigkeit gekonnt aus…
Verdienter Applaus für drei hochkarätige Musiker… Schon nach dem ersten Stück von Johann Nepomuk Hummel ist das Lohner Publikum berauscht, klatscht so frenetisch wie sonst häufig erst nach einem ganzen Konzert. Christina Fassbender lässt ihr Flötenspiel weit über dem unter ihr tobenden Klavier- und Cellospiel schweben. Diese Musik klingt wie ein Strudel, eine Windhose über der ein Vogel singt. Sie vereint Gefahr, Spannung, aber auch Leichtigkeit und Kraft, Geheimnis und Schönheit… Alle Facetten seines Instrumentes beherrscht auch Justus Grimm meisterhaft. Mal lässt er sein Cello wummern, dann den Bogen butterweich und schwelgerisch über die Saiten gleiten, um gleich darauf kraftvoll zu akzentuieren…
Romantische Labsal für die Ohren… Trio Wiek brillierte mit Virtuosität bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Das war ein edler Wohlklang, den im Ordenssaal des Barockschlosses das Trio Wiek ausbreitete. Drei außerordentlich ambitionierte Ausführende, die von wahren Energieströmen angetrieben schienen, interpretierten Kompositionen für diese eher seltene Besetzung. Den Besuchern boten sie damit echte und reinste Labsal für die Ohren. Die feine und sensible Intonation der Flötistin beglückte, der warme, immer wieder auch betörend zarte Klang des Cellos faszinierte ebenso wie der perlig leichte und federnde Anschlag des Pianisten… Die Aufführung des Trios op. 63 von Carl Maria von Weber konnte als ein unübertrefflich leuchtendes, in hellsten Klangfacetten glitzerndes musikalisches Brilliantfeuerwerk empfunden werden. Das Trio Wiek steigerte sich dabei noch einmal zu gleichermaßen empfindungsreicher wie mitreißender Virtuosität und ließ im letzten Satz seelenvolle Klangschönheit wachsen…
Discographie
Philippe Gaubert: Pièce romantique & Trois Aquarelles pour trio, Sonates numero 2 & 3 pour flute et piano, Trois pieces & Lamento pour violoncelle et piano. Fuga Libera, Köln 2009.
Carl Maria von Weber: Flötentrio g-moll. Farrenc: Flötentrio op. 45. Mendelssohn: Flötentrio op. 49. Ars musici, 2005
Hörproben
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