Tecchler Trio
Klaviertrio
Meister von heute – Sensationeller Erfolg: Beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2007 wurde das Tecchler Trio mit dem 1. Preis, dem Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition (pianotrio Nr. 2 von Tobias PM Schneid), dem Sonderpreis Venus Music sowie dem ifp-Musikpreis ausgezeichnet. In der 55 jährigen Geschichte dieses renommierten Wettbewerbs wurde der 1. Preis im Fach Klaviertrio zuvor nur drei Mal vergeben!
Bereits wenige Monate nach der Gründung im Herbst 2003 waren die drei begeisterten Kammermusiker Preisträger beim Triowettbewerb der Jeunesses Musicales Schweiz, beim Deutschen Musikwettbewerb 2004 und beim Internationalen Joseph Haydn-Wettbewerb in Wien. Im Dezember 2004 erhielten sie den begehrten „Prix Credit Suisse Jeunes Solistes“, der einen Auftritt beim Lucerne Festival 2005 zur Folge hatte. Beim 5. Internationalen Kammermusikwettbewerb in Melbourne 2007 erhielten sie den 3. Preis. Eine rasche, steile Karriere zeichnet sich auch international für dieses junge, sympathische Klaviertrio ab.
Das Tecchler Trio konzertiert im Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, dem Beethovenhaus Bonn, dem Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall London, im Tschaikowsky Konservatorium Moskau, im Herkulessaal München und Münchner Gasteig. Auch bei namhaften Festivals ist das Trio ein gern gesehener Gast, so in Delft, Davos, Luzern, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Oberstdorfer Musiksommer, dem Rheingau Musik Festival, dem Ravinia Festival Chicago und, im Sommer 09, bei der Styriarte Graz.
Eine Debut-CD mit den Trios von Tschaikowsky und Ravel ist bei Ars Musici erschienen, eine weitere Aufnahme mit Trios von Dvorák und Schumann liegt bei Concentus Records vor. Rundfunkaufzeichnungen vom ORF, BR, SWR, Deutschlandfunk, HR, DRS und Radio Suisse Romande dokumentieren zusammen mit TV-Auftritten die rasante Entwicklung dieser „Rising stars“ der Kammermusik-Szene.
In Zürich sind Esther Hoppe und Benjamin Engeli beheimatet, wo das Ensemble mit dem jungen Deutschen Maximilian Hornung anfangs an der dortigen Musikhochschule von Thomas Grossenbacher betreut wurde. Es erhielt wichtige künstlerische Anregungen von Anner Bylsma, Miriam Fried, Ralf Gothoni, Bernard Greenhouse, Frans Helmerson, Menahem Pressler und Gérard Wyss.
Namensgeber des Trios ist das Violoncello von Maximilian Hornung: es wurde von David Tecchler, der aus Schwaben stammt und in Rom lebte, im Jahre 1705 gebaut. Tecchler war berühmt für seine Celli und Kontrabässe, gehörte einer Geigenbauerfamilie an und soll, wie Maximilian Hornung, im Bistum Augsburg geboren sein.
Benjamin Engeli, 1978 in Kreuzlingen geboren, stammt aus einer Musikerfamilie und begann schon früh, sich für verschiedenste Instrumente zu begeistern. Den ersten regulären Klavierunterricht erhielt er aber erst als Fünfzehnjähriger von Adrian Oetiker an der Musikakademie Basel. Neben dem Lehrdiplom für Klavier erwarb er auch ein Diplom im Fach Horn an der Musikhochschule Luzern. Ab Oktober 2000 wurde er in der Meisterklasse der Musikhochschule Zürich von Homero Francesch betreut, wo er 2003 mit dem Solistendiplom abschloss. Seine Karriere kennzeichnen Engagements bei den Festivals von Davos, Luzern, Gstaad und Zug, zahlreiche Auftritte als Solist mit Orchester und Klavier-Abende in Konzertsälen wie der großen Tonhalle Zürich oder dem Gasteig München. Orchestertourneen führten ihn nach Italien, Polen, Serbien und Indien. Auch neben seiner Tätigkeit im Tecchler Trio ist er ein sehr gefragter Kammermusiker und Liedbegleiter. Er musiziert u.a. mit Mitgliedern großer Philharmonischer Orchester und ist seit 2007 einer der vier Pianisten des Gershwin Piano Quartets.
Esther Hoppe: Als Gewinnerin des 8. Internationalen Mozartwettbewerbs in Salzburg 2002 zählt die 1978 in Zug (Schweiz) geborene Esther Hoppe zur jungen Geigenelite. Ihre bisherige Karriere führte sie zu den Musikfestivals von Ravinia und New Mexico, Prussia Cove (England), Davos, Gstaad, Luzern und Zürich und ließ sie wiederholt mit zahlreichen Orchestern wie dem Zürcher- und Basler Kammerorchester, den London Mozart Players u.a. auftreten. Orchestertourneen führten sie nach Japan, Indien und die USA. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Musikakademie Basel, dem berühmten Curtis Institute of Music in Philadelphia und an der Guildhall School of Music in London. Zuletzt besuchte sie die Solistenklasse von Nora Chastain (HfM Zürich). Seit 2009 ist sie Konzertmeisterin des Münchner Kammerorchesters. Auch Esther Hoppe wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt zahlreiche Stipendien. Dank der Unterstützung der Zuger Kantonalbank spielt sie eine Balestrieri-Violine aus dem Jahr 1760.
Maximilian Hornung, 1986 in Augsburg geboren, erhielt mit acht Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. 1995 wurde er Schüler von Eldar Issakadze, studierte anschließend bei Thomas Grossenbacher in Zürich und setzt zurzeit sein Studium bei David Geringas in Berlin fort. Seit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 war er in vielen Städten Europas und den USA zu hören. Er trat auf bei den Festivals in Zürich, Mecklenburg-Vorpommern, Rheingau, Gstaad, Ludwigsburg, Leipzig, Oberstdorf, Davos und Delft sowie auf Podien wie dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, dem KKL Luzern, dem Festspielhaus Bregenz oder der Tonhalle Zürich. Als Solist spielte er u.a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem RSO Berlin, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Symphonieorchester Vorarlberg sowie mit dem Südwestdeutschen - und dem Münchener Kammerorchester. Seine Debüt-CD mit Werken für Cello und Klavier ist bei GENUIN erschienen. Maximilian Hornung ist 1. Solo-Cellist im Sympho-nieorchester des Bayerischen Rundfunks und wird seit Januar 2008 als Stipendiat vom „Freundeskreis der Anne-Sophie-Mutter Stiftung e.V.“ gefördert.
Pressestimmen
Konzert wird zum Ereignis – Tecchler Trio begeistert Publikum - … Das beim ARD-Wettbewerb 2007 vorgetragene Pflichtstück ‚Three farewells and intermezzo for L‘ von Tobias PM Schneid kam nun auch in Füssen zur Aufführung. Im dahinstürmenden Kopfsatz wurden chaotische Vorstellungen geweckt, deren stringent angesteuerte Höhepunkte förmlich explodierten. Die Diskantakkorde und die doppelgriffigen Flageoletts oder Glissandi verfehlten nicht ihre Wirkung. Rasant wechselten Zupf- und Streichpassagen im Scherzo, wobei die einzelnen Instrumente ihren Part vortrefflich herausstellten, dabei präzise wie Zahnrädchen ineinander griffen. Die innigen, sanften Farbschattierungen beim Intermezzo und beim Schlaflied führten vom Irdischen ins Sphärische… Das 1. Klaviertrio von Saint-Saens erklang mit Verve und aus einem Guss. Die Feinheiten der Themen wurden duftig, mit Balance und Ausgewogenheit genussvoll aufbereitet, so dass die Fantasie reiche Anregung fand…
An der Kante zum klanglichen Abgrund – genau da gehört es hin: in die Oberklasse der weltbesten Trios! Das Tecchler Trio verabreicht deshalb ohne Beipackzettel dem Publikum in Pullach hochdosierte Kammermusik als Droge. Dieses nun verfällt ohne Weiteres dem Klangrausch, und ist süchtig nach wunderschönen Kantilenen und dem nahtlosen Mit- und Ineinanderspiel der drei jungen Musiker… Ein großer Wurf: die Wiedergabe von Debussys Klaviertrio… Die Musiker scheuen vor Emotions-Entladungen ebenso wenig zurück wie vor zarten Pianissimo-Wirkungen buchstäblich am Rande des klanglichen Nichts. Und die Zuhörer halten den Atem an vor so viel Mut und Risiko einer waghalsigen Darbietung… Dieses Trio nimmt Antonin Dvorák endlich ernst. Das spezifische Idiom Dvoráks im f-Moll Trio verführt nirgends zu vordergründigem „Böhmakeln“. Nein, hier wird der intime Charakter des Stücks in den Vordergrund gerückt. .. da ist nichts von gemütlichem Mittelmaß zu spüren, mit dem sich viele Interpreten begnügen…
Kühner Haydn – Tecchler Trio musiziert großartig und schnörkellos – Das Tecchler Trio spielte Haydns Trio Nr. 28 so selbstverständlich groß, wie es komponiert ist. Es hatte nicht den falschen Ehrgeiz, aus Haydns Musik „etwas zu machen“ und ist offenbar davon überzeugt, dass diese Musik kein Entstauben braucht. Also keine virtuosen Tempi und keine Extravaganzen der Dynamik, nur Haydn – das war umwerfend und blieb der stärkste Eindruck des Abends…
Live mit Perfektion- Interpretation * * * * *
… Die ARD-Wettbewerbsgewinner von 2007 liefern mit dieser zweiten Einspielung einen profunden Beweis ihrer noch jungen Reife… Es gibt dabei kaum Schwächen, trotz des Live-Spiels. Immer lassen sich die drei Musiker tonlichen Raum für Agitationen, können das Stimmgeflecht wunderbar transparent halten… In Dvoráks g-Moll Trio finden die Drei zu einem herrlichen großvolumigen Klang, vermögen Akzente und Phrasierung so profund zu deuten, dass dieses Werk zu einem famosen Beispiel des Könnens des Tecchler Trios gerät. Dieses Klaviertrio ist eines der besten jungen Trios heutiger Zeit.
Uni Mozarteum/ Tecchler Trio – Vom Tändeln und von tiefen Gesprächen … trotz dezidiert eigenem Ton findet die Geigerin genau die richtige Temperatur, wenn sie sich ins Spiel bringt.. Das klingt wie eine Oberflächenveredelung des sonoren Cello-Gesangs. Sie steigt ins Rondo ein, so tonschön, so empfänglich für den Dialog, dass der Cellist ganz leicht amalgamierend dazu findet. Der Pianist schließlich ist ein Spezialist im Sich-Zurücknehmen, ergibt klare Impulse und tritt dann, immer mit ganz wenig Pedal, einen Schritt in den Hintergrund. Das Diminuendo ist sein Markenzeichen… Die drei stürmen nicht, sondern artikulieren pfiffig mit Hintersinn, nehmen sich Zeit für lustvolle Atempausen. Das darf schon auch streckenweise ein gemütvolles Tändeln sein: edelste Wiener Tanzmusik mit geradezu umwerfendem Charme… Überraschend die Zugabe, der dritte Satz aus dem Klaviertrio von Debussy: natürlich auch das ohne ein Jota Fett, dafür mit viel Emphase, was beim Tecchler Trio nicht heißt: überbordende Emotion. Was auch immer die Drei anfassen, es scheint von innen heraus zu glühen…
Virtuoses Dreigestirn der Kammermusik – … Loderndes Feuer und überschäumendes Temperament in allen Instrumenten, höchster virtuoser Anspruch, dem fast spielerisch Rechnung getragen wurde und ein mitreißender, hochdramatischer Abschluss: das Publikum war hingerissen. Unglaublicherweise brachte das H-Dur Trio von Brahms nach der Pause noch eine weitere Steigerung… So kam jetzt besonders der überwältigend schöne Celloton von Hornung zum Tragen, der in leidenschaftlicher Emphase erklang. Der federnde Menuettteil des Scherzos.. mit süffig klangschwelgerischem Streicherton, unterbrochen von perlendem Laufwerk des Klaviers: all dies klang prickelnd wie Champagner. Das spannungsvoll musizierte Adagio.. ging übergangslos ins Finale über, das mit hurtig huschendem Hauptthema beginnt… Rauschender Beifall für die fantastische Gesamtleistung des Tecchler Trios…
Das junge Tecchler Trio überzeugt in Schloss Waldthausen - .. doch blickt man tiefer in die Partituren Haydns, merkt man rasch, dass sich hinter dieser scheinbaren Schwerelosigkeit oft vertrackte musikalische Konstrukte verbergen. Diese gilt es mit großer Sorgfalt und nicht zuletzt einem gehörigen Schuss künstlerischer Eingebung und Neugier zu erkunden und in eine sorgfältig ausgedachte Interpretation zu gießen. Im Klaviertrio Es-Dur Hob. XV/28 ist dem Tecchler Trio dieses Kunststück außerordentlich gut gelungen… Auch wenn der Ton bei Schostakowitschs 1. Klaviertrio fordernder und das Tempo rascher wurde, geriet nichts an Direktheit und Tiefe verloren. Während die beiden Streicher mit vollem Klang auffielen, punktete Benjamin Engeli am Klavier mit treffsicheren Läufen und einem außergewöhnlich durchdachten Anschlag. Die Korrespondenz untereinander riss dabei nie ab… Das alles auf höchstem technischem Niveau, das so gut wie keine Patzer zuließ. Auf diesem sicheren Fundament nutzten die drei jungen Musiker alle ihre daraus resultierenden Freiheiten aus, um sich voll und ganz einer schlüssigen und spannenden Interpretation zu widmen.
Discographie
Tecchler Trio :
Schumann: Klaviertrio F-Dur op. 80; Dvorák: Klaviertrio g-Moll op. 26; Concentus Records 2007
Tecchler Trio. Tschaikowsky:
Trio für Klavier, Violine und Violoncello a-moll op. 50. Ravel: Trio pour Piano, Violon et Violoncelle; Primavera 2005
Hörproben
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Konzerttermine
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23.04.2010 Mainz, Tripel
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24.04.2010 Coesfeld, Tripel
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25.04.2010 Dortmund, Tripel
11 Uhr