Minguet Quartett

Streichquartett

Ulrich Isfort, 1. Violine
Annette Reisinger, 2. Violine
Aroa Sorin, Viola
Matthias Diener, Violoncello

Das Minguet Quartett wurde 1988 gegründet und spielt in seiner heutigen Besetzung mit Ulrich Isfort (Violine I), Annette Reisinger (Violine II), Aroa Sorin (Viola) und Matthias Diener (Violoncello).
Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18.Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen - für das Minguet Quartett ist dieser Gedanke künstlerisches Programm.

Das Minguet Quartett zählt zu den international gefragtesten Streichquartetten der jüngeren Generation und gastiert in den großen Konzertsälen Europas wie der Londoner Wigmore Hall, der Kölner und Berliner Philharmonie, dem Auditorio Madrid und Palau Barcelona, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus und dem Concertgebouw Amsterdam.
Renommierte Festivals schließen sich an: Schleswig-Holstein Musik Festival, Schwetzinger Festspiele, Kissinger Sommer, Musikfest Bremen, Bergen International Festival, Festival du Saintes, Musica d’Hoy Madrid, Festival d´Automne Paris, Edinburgh Festival, Berliner Festspiele, Musiktage Mondsee (Heinrich Schiff), Salzburger Festspiele. Konzertreisen innerhalb Europas sowie nach Israel, Japan, China, Zentral- und Südostasien, Nordafrika und in die USA.

Das Ensemble konzentriert sich auf die klassisch-romantische Literatur und die Musik der Moderne gleichermaßen und engagiert sich durch zahlreiche Uraufführungen für Kompositio-nen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit inspi-rieren die vier Musiker zu immer neuen Programmideen. Die erstmalige Gesamtaufnahme der Streichquartette von Wolfgang Rihm und Peter Ruzicka sowie die integrale Aufführung der Quartette von Jörg Widmann zählen zu den bedeutendsten Projekten.

Mit der aktuellen CD-Gesamteinspielung der Streichquartettliteratur von Mendelssohn Bartholdy, Josef Suk und Heinrich v. Herzogenberg (Label cpo) präsentiert das Ensemble seine große Klangkultur und eröffnet dem Publikum die Entdeckung eindrucksvoller Musik der Romantik.

Die vier Musiker wurden an internationalen Musikhochschulen von namhaften Pädagogen solistisch ausgebildet und absolvierten ihre Kammermusikstudien an der Folkwang-Hochschule Essen und der Musikhochschule Köln. Wichtige Impulse erhielten sie durch die Zusammenarbeit mit Walter Levin (LaSalle Quartett) sowie den Mitgliedern des Amadeus, Melos und Alban Berg Quartetts.
Die Kunststiftung NRW hat einen Satz wertvoller Instrumente erworben und stellt sie dem Minguet Quartett als Dauerleihgabe zur Verfügung.

2011/12 stehen Einladungen zum Musikfest Berlin (Philharmonie), zur Mozartwoche Salzburg, zum Kissinger Sommer und Würzburger Mozartfest, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie in die Kölner Philharmonie, die Alte Oper Frankfurt und das Concertgebouw Amsterdam auf dem Programm.

Partner sind neben anderen die Sopranistin Mojca Erdmann, der Bariton Christian Gerhaher, die Klarinettisten Sharon Kam und Jörg Widmann, die Pianisten Ragna Schirmer und Tal & Groethuysen, der Schauspieler Michael Degen, das Auryn Quartett, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und das WDR Sinfonieorchester Köln.

Für die Gesamteinspielung sämtlicher Werke für Streichquartett von Peter Ruzicka wurde das Minguet Quartett mit dem ECHO KLASSIK 2010 ausgezeichnet.

Pressestimmen

Minguet Quartett spielt im Fürstensaal- Der Welt für eine Zeit entfliehen…Wiener Gefühle und Lebenslust waren das Motto des Abschlusskonzerts der 25. Eckelshausener Musiktage im Fürstensaal des Marburger Schlosses. Das Minguet Quartett, Echo Klassik Preisträger 2010, nahm die Zuhörer überzeugend in die Gefühlswelt der Wiener Musik mit.
Den Auftakt dazu bildete das hoch emotionale Streichquartett d-Moll KV 421 von Wolfgang Amadeus Mozart, das 1785 zusammen mit fünf weiteren Quartetten veröffentlicht wurde. Die kleinsten Motive waren in jeder Stimme sauber herausgearbeitet und machten die enge Abfolge der musikalischen Elemente hörbar. So setzte das Minguet Quartett durch klare Transparenz von Beginn an das Motto des Namensgebers Pablo Minguet um, dem "breiten Volk Zugang zu den schönsten Künsten zu verschaffen".
Technisch und emotional perfekt Aus der Reihe der "Wunderhorn Lieder" von Gustav Mahler spielten die vier Musiker zwei Bearbeitungen für Streichquartett: "Wo die schönen Trompeten blasen" bot das Wechselbad der Gefühle eines Liebespaares, das sich verabschieden muss, weil der Mann in den Krieg zieht. Die Spannung zwischen der innigen Verbundenheit der Verliebten wurde immer wieder durch Fanfarensignale unterbrochen. Das zweite Lied "Ich bin der Welt abhanden gekommen" gab dem Konzert einen besonderen inhaltlichen Akzent: Hier wurde die Ruhe und Gelassenheit einer himmlischen Erfüllung musikalisch umgesetzt… Zwischen den beiden Mahler Liedern waren die Zuhörer zu außerordentlicher Aufmerksamkeit aufgefordert: Die sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9 von Anton Webern zeigten sich als hochgradig verdichtete Gedanken. Das technisch sehr anspruchsvolle Stück meisterten die Musiker mühelos und mit emotionaler Interpretation…

(Mittelhessische Zeitung Marburg, 15.6.11)

Begeisterndes Minguet-Quartett- Grandiose Musik auf höchstem Niveau - Zu Recht zählt es zur weltweiten Crème de la Crème der Streichquartette: das Minguet Quartett. Für das große Publikum war es ein einzigartiger Genuss, die grandiosen Musiker beim Meisterkonzert der Werner-Trenkner-Gesellschaft im Museum Baden zu erleben... Atemberaubend eröffneten sie den Abend – nämlich mit dem „Contrapunctus“ 1, 3 und 4 aus Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“. Weiterhin fesselte eine unglaublich sensible Interpretation von Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett d-Moll KV 421. Mit sagenhafter Intensität fing das Quartett den dramatisch-schmerzlichen Gestus des Werks ein. Tief berührend gelang das Wechselspiel aus energischem Aufbäumen und melancholischer Resignation, durchbrochen von Inseln des Glücks. Romantisch gesteigert ist der tragische Ausdrucksgehalt im Streichquartett c-Moll op. 51 Nr. 1 von Johannes Brahms (1833-1897). Mit vollkommener Hingabe und höchst expressiv interpretierten die Musiker das von grimmiger Leidenschaft durchzogene Werk. In den explosiven Ecksätzen ließen sie aus der entfachten Glut wilde Flammen emporlodern – voll zarter Innigkeit gestalteten sie in den Mittelsätzen besänftigende Kontraste: Ein zutiefst aufwühlendes Erlebnis, für das die Musiker den frenetischen Beifall verdient hatten.

(Solinger Tageblatt 17.5.11)

Minguet-Quartett begeisterte das Publikum - Schwelgerische Sinnlichkeit vom Feinsten - Ein klanglicher Hochgenuss - Mit dem MinguetQuartett war eine der prominentesten deutschen Streichquartett-Formationen zu Gast in der Reihe "Mosbacher Klassische Konzerte". Haydns "Lerchenquartett" D-Dur machte den Anfang des Abends und hier zeigte das Minguet-Quartett schon einen wesentlichen Teil seiner Stärke und seines Gespürs für den Klassiker. Leichtgewichtigen spielerischen Elan und Esprit entwarfen die Musiker dabei, überaus transparent wurden alle Verläufe durchzeichnet. Schönste Hingabe und Beredsamkeit erhielt der langsame Satz in einem Spiel voller Feinsinn und butterweicher instrumentaler Gesänge. Bei alldem musizierten die vier sehr stilvoll, schlank und fein im Klang. Leichtigkeit und Schwungkraft, stürmender Elan und fein zerstäubte Impulse waren dabei trefflich vereint. Maurice Ravels Streichquartett gab es nach der Pause. Wunderbar weich konturiert, herrlich warm und schmiegsam im Klang musizierte das Minguet-Quartett: da spürte man die Düfte und Farben einer mediterranen Landschaft. Dabei wurde ein wahrer Zaubergarten eröffnet, schwelgerische Sinnlichkeit vom Feinsten: ein klanglicher Hochgenuss! Betörend weiche Töne von verführerischer Wirkung, zart geformte Gespinste und flimmernde Farben wurden vereint zu einem Spiel der Extraklasse. Eine Fülle des Wohllauts in edlen Schattierungen. Und wie viel Temperament und Feuer die vier Musiker neben all der Delikatesse draufhaben, zeigten sie im Finale, deren kräftig entwickeltes Farbenspektrum sie großartig glühen ließen…

(Rhein-Neckar-Zeitung 25.11.09)

Premium-Kammermusik – Subtile Klanggemälde des Minguet-Quartetts- Kraftprotzereien sind das Ding des Minguet-Quartetts offenbar nicht. Das aus Köln stammende Ensemblekonzentriert sich vor allem auf eins: auf ein kultiviertes, subtiles, kurz: auf ein ganz fein gemaltes Klangbild. Die Feinsinnigkeit, mit de die Musiker zu Werke gehen, das blinde Verständnis und das außerordentliche hohe Maß an Kongruenz wurden insbesondere in den dem Konzert den Rahmen gebenden Werken aus Barock und Klassik deutlich. Bei Bachs Contrapuncti 1, 3, 4 und 9 aus der „Kunst der Fuge“ wirkte der Ensembleklang auf fast in sich gekehrte Weise zurückgenommen – und erzeugte gerade damit Spannung -, zuweilen meditativ gar, immer transparent, geradezu glasklar. Das war große Kunst der Gestaltung…. Ebenso geriet die Interpretation des zentralen Werks des abends,Glenn Goulds Streichquartett f-Moll op. 1…

(Siegener Zeitung 10.2.2011)

Einen wahren Zaubergarten eröffnet – Schwelgerische Sinnlichkeit vom Feinsten – Ein klanglicher Hochgenuss… Haydns „Lerchenquartett“ machte den Anfang und hier zeigte das Minguet Quartett schon einen wesentlichen Teil seiner Stärke und seines Gespürs für den Klassiker. Leichtgewichtigen spielerischen Elan und Esprit entwarfen die Musiker dabei, überaus transparent wurden alle Verläufe durchzeichnet. Schönste Hingabe und Beredsamkeit erhielt der langsame Satz in einem Spiel voller Feinsinn und butterweicher instrumentaler Gesänge. Bei alldem musizierten die vier sehr stilvoll, schlank und fein im Klang… Zeitgenössische Musik ist ein fester Bestandteil im Repertoire des Minguet Quartetts, das sich insbesondere für die Werke Wolfgang Rihms immer wieder einsetzt. Sämtliche zehn Quartette des Karlsruher Kompositions-Professors haben die Minguets bereits mehrfach aufgeführt… Ravels Streichquartett gab es nach der Pause bei diesem SWR-Mitschnitt. Wunderbar weich konturiert, herrlich warm und schmiegsam im Klang musizierten das Quartett: da spürte man die Düfte und Farben einer mediterranen Landschaft. Dabei wurde ein wahrer Zaubergarten eröffnet, schwelgerische Sinnlichkeit vom Feinsten: ein klanglicher Hochgenuss!... Eine Fülle des Wohllauts in edlen Schattierungen. Und wie viel Temperament und Feuer die Musiker neben all der Delikatesse draufhaben, das zeigten sie im Finale!..

(Rhein-Neckar-Zeitung, 19.11.2009)

Fiebrige Jagd- das Minguet Quartett bot ein durchwegs glänzendes Zusammenspiel mit brillant geführten Einzelstimmen… In Jörg Widmanns „Jagdquartett“ bewiesen die vier Solisten des Minguet Quartetts vollendete Gestaltungskraft und darüber hinaus Spürsinn für die Musik der heutigen Zeit. Es begann furios mit durch die Luft schnalzenden Bögen, Hey-Rufen und dem Finalthema aus Schumanns frühem Klavierwerk „Papillons“. Klagend erhob die Bratsche ihre Stimme – meisterhaft geführt von Aroa Sorin, dann schrien die Violinen auf – Saiten kratzten, Bögen staubten und fabelhaftes Pianissimo steigerte sich bis zum Todesstoß. Eng verwobene, aufgeriebene und zerfaserte Stimmen der Streicher, unterbrochen von schabenden, klappernden Geräuschen der Bögen und fahl durchscheinende, bisweilen verzerrte Melodiefragmente bestimmen den Charakter dieser Komposition, in der die Jäger selbst zu Gejagten werden – ein tiefsinniges Werk, das uns den Atem stocken lässt…

(Donaukurier, 27.9.2009)

Discographie

Heinrich von Herzogenberg: Streichquartette Vol. 1 Streichquartett op. 63 f-Moll und Klavierquintett op. 17 C-Dur mit Oliver Triendl, Klavier.
Heinrich von Herzogenberg: Streichquartette Vol 2 Streichquartett op. 18 und
Streichquintett op. 77 mit Peter Langgartner, 2. Viola, Minguet Quartett.

Robert Fuchs: Complete String Quartets Vol. 1 Streichquartett Nr. 1 op. 58 (1895) und Nr. 2 op. 62 (1899). Vol. 2 Streichquartett Nr. 3 op. 71 und Nr. 4 op. 106. Minguet Qaurtett (MDG 1999)

Wolfgang Rihm: String Quartets Vol. 1 Streichquartette Nr. 1-4. Vol. 2 Streichquartette Nr. 5 und 6. Vol. 3 Streichquartette 7-9. Vol. 4 Streichquartette 10 und 12. Minguet Quartett ( Col legno 2003-05)

Wolfgang Rihm und die Klarinette. Rihm: Vier Studien zu einem Klarinettenquintett (2002). Rihm: Vier Male für Klarinette solo. Jörg Widmann, Klarinette. Minguet Qaurtett. (WDR/ ars musici 2004)

Hörproben

Minguet Quartett: Felix Mendelssohn-Bartholdy - Streichquartett op 80 f-moll - Adagio

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Minguet Quartett: Peter Ruzicka - Fragment String Quartett No 1

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Minguet Quartett: Peter Ruzicka - Klangschatten

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Minguet Quartett: Wolfgang Rihm - String Quartett No 4

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Minguet Quartett: Isan Yun - Concertino fuer Akkordeon und Streichquartett

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