Hyperion-Trio

Klaviertrio

Hagen Schwarzrock, Klavier
Oliver Kipp, Violine
Katharina Troe, Violoncello

Das Hyperion-Trio hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 im In- und Ausland einen hervorragenden Namen erworben und im Laufe dieser Zeit ein ungewöhnlich großes Repertoire zur Aufführung gebracht. In seinen Programmen und in den selbst konzipierten Konzertzyklen, die das Hyperion-Trio für die Städte Hannover, Magdeburg und Leipzig entwirft, sind über hundert Werke zur Aufführung gekommen, darunter mehrere Uraufführungen und Programme, in denen große Meisterwerke neben neu zu entdeckenden Werken unbekannterer Komponisten stehen. 2001 hat das Hyperion-Trio den Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb für Kammermusik gewonnen. In 2006 führte das Hyperion-Trio das erste Eugène-d´Albert-Seminar in der Villa Teresa in Coswig durch. Die erste CD-Aufnahme (2006) umfasst auf vier CDs einen Robert Schumann gewidmeten Zyklus, der von der internationalen Presse enthusiastisch gefeiert wurde. Es folgten eine Einspielung der Werke für Klaviertrio von Max Reger mit der Weltersteinspielung seines Largos aus der Fantasie caractéristique und eine Aufnahme der Klaviertrios von Felix Mendelssohn Bartholdy und Emil Hartmann. Im Frühjahr 2007 war das Hyperion-Trio eingeladen, in Reykjavík das zweite Klaviertrio des isländischen Komponisten Atli Heimir Sveinsson uraufzuführen. In der Folge widmete Atli Heimir Sveinsson sein drittes, 2008 komponiertes Klaviertrio dem Hyperion-Trio. Eine CD mit den drei Klaviertrios von Sveinsson erschien 2009 bei cpo. Ebenfalls bei cpo erschienen im Januar 2011 die Werke für Klaviertrio von Paul Graener (1872-1944).  Graener ist Spätestromantiker mit starkem Hang zum französischen Impressionismus. Und das macht ihn als Komponisten in Deutschland der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Besonderheit.

Die Mitglieder des Hyperion-Trios waren Gast zahlreicher Festivals, so der Schumann-Festwoche, der Mendelssohn-Festtage in Leipzig, der Weidener Max-Reger-Tagen, Göttinger Händelfestspielen, Frankfurter Festen, Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, Festspielen der Amici della Musica Firenze und der Accademia Chigiana in Siena. Ihr Debüt beim Schleswig-Holstein Musik Festival steht im Juli 2011 auf dem Programm.

Hagen Schwarzrock, Studium an der Musikhochschule Hannover bei Martin Dörrie und Karl-Heinz Kämmerling, an der Musikhochschule Freiburg bei Vitaly Margulis und bei Tibor Szász sowie an der Leipziger Musikhochschule bei Christoph Taubert. Gewinn des 4. Internationalen Brahms-Wettbe-werbs für Klavier und des Blüthner-Wettbewerbs in Leipzig. Lehrauftrag für Kammermusik und Liedbegleitung an der Hochschule „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig.

Oliver Kipp, Studium an der Musikhochschule Hannover bei Atila Aydintan und an der Hochschule der Künste Berlin bei Thomas Brandis. Preisträger des Gyarfas-Wettbewerbs und des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs. Seit 1998 Stimmführer in der NDR Radiophilharmonie Hannover. Seit 2008 Dozent des „European Union Youth Orchestra“. Er spielt eine Violine von Joseph und Antonio Gagliano aus dem Jahre 1790.

Katharina Troe, Studium an der Musikhochschule Karlsruhe bei Martin Ostertag, bei Amedeo Baldovino an der Scuola di musica di Fiesole und bei Claus Kanngiesser an der Musikhochschule Köln. 1998 Parke-Davis-Preis, 2002 Premio F. Calcaviello. Lehrtätigkeit an der Scuola di musica di Fiesole, 1998-2005 Lehrauftrag an der Musikhochschule Köln. Sie spielt ein Instrument von Carlo Antonio Testore aus dem Jahr 1721.

Pressestimmen

Feuriges Temperament – Hyperion Trio: Musikantische Höhenflüge brillant vorgetragen- … Und es war ein Genuss, diesem gut ausbalancierten Ensembleklang zuzuhören. Da dominierte keiner, vielmehr fanden sich drei hervorragende Musiker auf Augenhöhe zusammen. Großartig, wie nahtlos der Wechsel in der Stimmführung gelang, im ersten Satz zwischen den Streichern fast unmerklich. Auch die musikalische Gestaltung war einheitlich, ausgefeilt bis ins Detail. Das gab der Musik Lebendigkeit und Plastizität. Beim abschließenden Trio op. 66 von Mendelssohn gelang die Interpretation nicht minder brillant. So wurden innerhalb der Sätze konträre Stimmungen feinsinnig herausgearbeitet… Dass das Finale dann nur so vor Kraft und Feuer sprühte, war dann nur konsequent. Bei so viel Temperament besänftigte eine innig vorgetragenen Romanze als Zugabe. Reichlicher Applaus war der Dank des hochzufriedenen Publikums.

Wilhelmshavener Zeitung,14.3.11

Das Hyperion-Trio zaubert im voll besetzten Saal ein romantisches Klangideal besonderer Güte…
Nahezu spielerisch griffen die Musiker die verwobenen Fäden auf und führten sie fort oder ordneten sie neu. Das klangliche Ergebnis war stets davon geprägt, dass sich der einzelne Künstler als Individuum mit seinen musikalischen Partnern auf Augenhöhe maß... Schuberts „Notturno“ geriet so zu einem erhebenden Hörerlebnis. Die meist parallel geführten Streicher und das Klavier zauberten ein romantisches Klangideal besonderer Güte und ließen die Herzen des Publikums höher schlagen.

Fellbacher Zeitung Nr. 45, 24.2.2010, Frank Ebert

Bizarr – Atli Heimir Sveinsson“ - Repertoirewert ****, Klang *****, Interpretation *****
… das Hyperion-Trio entwickelte eine Affinität zu seinen Klaviertrios, von denen Atli Heimir Sveinsson ihm das dritte widmete. Dort werden „Mysteries – Geheimnisse“ durch gedehnte und gestauchte Motivzellen thematisiert, die an japanische Koto- oder indische Sitarklänge erinnern… Trotz extremer Tonlagen und Bewegungsmustern wie bei der Serienfunktion einer Kamera im zweiten Trio hat man nicht das Gefühl des Verfalls, sondern das Hyperion-Trio hält die bizarren Mikromotive aufmerksam zusammen… Wer aus diesen Klaviertrios von Atli Heimir Sveinsson Imaginationen isländischer Geysire und Gletscher heraushört, hat sich wahrscheinlich nicht in der Fantasie verirrt, sondern reagiert angemessen auf die klaren Interpretationen vom Hyperion-Trio.

Ensemble 1-2010 Februar/März, Hans-Dieter Grünefeld

Hyperion-Trio setzt im Beckmannsaal pointierte Klangmassen in Bewegung - … Mit Pfitzners F-Dur Klaviertrio op. 8 folgte ein Auseinanderstreben aller Elemente: Augenblicke zartester Abtönung standen neben Momenten lärmender Wut, strömende Melodik neben brütendem Stocken, äußerste Kraftentfaltung neben erschöpftem Verstummen. Das Hyperion-Trio ließ in seiner ausdrucksstarken Interpretation keine der zahlreichen dramatischen Pointen aus. Da schwamm die Melodiestimme nicht leicht wie ein Korken auf der Wasseroberfläche, sondern wurde immer wieder mit ungeheurer Energie in einen kompositorischen Strudel hineingezogen. So wurde das Publikum Zeuge der genialen Größe der Konzeption, aber auch der außergewöhnlichen Kühnheit der Partitur: zwischen totaler Erstarrung und hingedonnerten Akkorden, zwischen wehmutvoller Ruhe und dissonanten Aufschreien findet Pfitzner immer wieder Platz für wilde Eruptionen, bei denen er mitunter Klangmassen in Bewegung setzt, die kaum noch etwas ‚Kammermusikalisches‘ aufweisen… Eine exzellente, mitreißende Interpretation.

Cellesche Zeitung, 10.10.08

Die 5-Sterne-Aufnahme – Den Ideen des Komponisten nachgespürt: je ***** für Repertoirewert, Klang und Interpretation MAX REGER Werke für Klaviertrio – HYPERION TRIO
… Die drei Musiker verstehen es, den großen Rahmen über die vier Sätze des e-Moll-Trios op. 102 zu halten, dem Feinsinn des Solistischen im kurzen „Allegretto“ nachzugehen. Es ist schon faszinierend, wie groß, ja fast orchestral der Klang des Hyperion Trios wird, wenn es um die Verschmelzung im orchestralen Stil Regers geht, der immer wieder in die fast zerbrechliche, solistische Motivverarbeitung zurückfällt. Hier hat sich das Hyperion Trio wirklich hart in die Gedankenwelt Regers eingearbeitet, hat sich auf die formale Welt eingelassen und folgt den Gedankenlinien, die fast zum Stillstand kommen ohne den Fluss zu verlieren… fast mystisch sind die Ecksätze aus geleuchtet, genau passend für die Schreibweise Regers… Der Geiger des Trios hat diesen langsamen Satz („Largo aus der Suite im alten Stil op. 93a“) nun für Klaviertrio eingerichtet und eine wunderbare Arbeit vollbracht. Ähnlich dem Largo aus der „Fantasie charactéristique“ kommt dieser klanglich daher, allerdings schon mit weitaus spannungsgeladeneren Harmonien, die zeigen, wie Reger sich weiterentwickelt hat. Schon aufgrund des Repertoires ist diese CD ein Erlebnis, vor allem jedoch durch die berauschende Leistung des Hyperion Trios.

Ensemble 4/08, Carsten Dürer

Discographie

Paul Graener, Complete Piano Trios: Suite op. 19; Kammermusikdichtung op. 20; Piano Trio op. 61; Theodor-Storm-Musik op. 93 for Piano Trio & Baritone (cpo/NDR 2010)
www.paul-graener.de

Atli Heimir Sveinsson: Piano Trio No. 3 Mysteries; Piano Trio No. 2; Piano Trio Nr.1 (cpo 2009)

Max Reger: Werke für Klaviertrio. Klaviertrio op. 102; Largo aus dem Trio B-Dur "Fantasie caractéristique"; Largo aus der Suite im alten Stil op. 93a (Thorofon 2008)

Schumann: Klaviertrios Nr. 1-3; Fantasiestücke für Klaviertrio op. 88; Schubert: Klaviertrio Nr. 1; Brahms: Klaviertrios Nr. 1 & 2; Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 1; Liszt: La Vallee d'Obermann für Klaviertrio; Clara Schumann: Klaviertrio op. 17 (Thorofon 2004/05)

Hörproben

Hyperion-Trio: Brahms

Um in den Genuss unserer Hörproben zu kommen, benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player

Hyperion-Trio: Mendelsohn

Um in den Genuss unserer Hörproben zu kommen, benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player

Hyperion-Trio: Reger

Um in den Genuss unserer Hörproben zu kommen, benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player

Hyperion-Trio: Schumann

Um in den Genuss unserer Hörproben zu kommen, benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player

Hyperion-Trio: Sveinsson

Um in den Genuss unserer Hörproben zu kommen, benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player