Hyperion-Trio
Klaviertrio
Seit seiner Gründung im Jahre 1999 gastierte das Hyperion-Trio mit zahlreichen Konzerten im In- und Ausland und gewann bereits im Jahr 2001 den Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb für Kammermusik. Das Hyperion-Trio führt regelmäßig selbst konzipierte Konzertzyklen in Hannover, Leipzig und Magdeburg auf. Die Werke des im Jahr 2004 in diesen Städten aufgeführten Robert-Schumann-Zyklus mit Klaviertrios von Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Liszt sind im Juni 2006 auf vier CDs bei der Firma Thorofon/ Bella Musica erschienen.
Die Mitglieder des Hyperion-Trios wurden u.a. zu der Schumann-Festwoche in Leipzig, den Mendelssohn-Festtagen in Leipzig, den Weidener Max-Reger-Tagen, Göttinger Händelfestspielen, Frankfurter Festen, Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, Kammermusiktagen Homburg, Festspielen der Amici della Musica Firenze und der Accademia Chigiana in Siena eingeladen. 2006 hat das Hyperion-Trio das erste Eugène-d´Albert-Seminar in der Villa Teresa in Coswig abgehalten. Im Frühjahr 2007 erhielt es eine Einladung nach Reykjavík, um das zweite Klaviertrio des isländischen Komponisten Atli Heimir Sveinsson uraufzuführen. Eine CD-Aufnahme der ersten beiden Klaviertrios von Sveinsson und des dritten - dem Hyperion-Trio gewidmeten - Trios aus dem Jahr 2008 ist in Vorbereitung und wird Ende 2008 bei cpo erscheinen. 2007 hat das Hyperion-Trio das Gesamtwerk für Klaviertrio von Max Reger auf CD aufgenommen und dabei auch das Largo aus der Fantasie caractéristique aus dem Jahr 1889 ersteingespielt.
Hagen Schwarzrock, geboren 1971 in Hildesheim, Studium an der Musikhochschule Hannover bei Martin Dörrie und Karl-Heinz Kämmerling, an der Musikhochschule Freiburg bei Vitaly Margulis und bei Tibor Szasz sowie an der Leipziger Musikhochschule bei Christoph Taubert. Gewinn des 4. Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs für Klavier und des Blüthner-Wettbewerbs in Leipzig. Lehrauftrag für Kammermusik und Liedbegleitung an der Hochschule „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig.
Oliver Kipp, geboren 1969 in Hildesheim, Studium an der Musikhochschule Hannover bei Atila Aydintan und an der Hochschule der Künste Berlin bei Thomas Brandis. Preisträger des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs und des Ibolyka-Gyarfas-Wettbewerbs. Seit 1998 Stimmführer der 2. Violinen der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Dozent des „European Union Youth Orchestra“.
Er spielt eine Violine von Joseph und Antonio Gagliano aus dem Jahre 1790.
Katharina Troe, geboren 1970 in Göttingen, Studium an der Musikhochschule Karlsruhe bei Martin Ostertag, bei Amedeo Baldovino an der Scuola di musica di Fiesole und bei Claus Kanngiesser an der Musikhochschule Köln. 1998 Parke-Davis-Preis, 2002 Premio F. Calcaviello. Lehrtätigkeit an der Scuola di musica di Fiesole, Lehrauftrag an der Musikhochschule Köln.
Sie spielt ein Instrument von Carlo Antonio Testore aus dem Jahr 1721.
Pressestimmen
Drei kammermusikalische Kleinodien – Das Publikum in der Christuskirche Donaueschingen erlebte einen Kammermusikabend voller Ausdruckskraft, Klangschönheit und Intensität… Voller Schwung, Brillanz und hinreißend leicht gespielter Virtuosität packen die Musiker den ersten Satz an. Der schmelzende Ton der Cellistin macht das Thema zu einem unvergesslichen Ereignis, der Geiger nimmt es glanzvoll auf und der Pianist reiht seine Läufe perlengleich und glasklar aneinander. Leidenschaftlich, kraftvoll, mit tiefer Empfindung und intensiver Dichte berührt diese Interpretation… Ausdrucksstark, virtuos, mit grandiosen Steigerungen krönt das Finale die meisterliche Ausführung…
Hyperion-Trio setzt im Beckmannsaal pointierte Klangmassen in Bewegung - … Mit Pfitzners F-Dur Klaviertrio op. 8 folgte ein Auseinanderstreben aller Elemente: Augenblicke zartester Abtönung standen neben Momenten lärmender Wut, strömende Melodik neben brütendem Stocken, äußerste Kraftentfaltung neben erschöpftem Verstummen. Das Hyperion-Trio ließ in seiner ausdrucksstarken Interpretation keine der zahlreichen dramatischen Pointen aus. Da schwamm die Melodiestimme nicht leicht wie ein Korken auf der Wasseroberfläche, sondern wurde immer wieder mit ungeheurer Energie in einen kompositorischen Strudel hineingezogen. So wurde das Publikum Zeuge der genialen Größe der Konzeption, aber auch der außergewöhnlichen Kühnheit der Partitur: zwischen totaler Erstarrung und hingedonnerten Akkorden, zwischen wehmutvoller Ruhe und dissonanten Aufschreien findet Pfitzner immer wieder Platz für wilde Eruptionen, bei denen er mitunter Klangmassen in Bewegung setzt, die kaum noch etwas ‚Kammermusikalisches‘ aufweisen… Eine exzellente, mitreißende Interpretation.
Die 5-Sterne-Aufnahme – Den Ideen des Komponisten nachgespürt … Gut also, dass sich das Hyperion-Trio nun Max Reger widmet. Und wie es das tut!... Es ist schon faszinierend, wie groß, ja schon fast orchestral der Klang des Trios wird, wenn es um die Verschmelzung im orchestralen Stil Regers geht, der immer wieder auch in die fast zerbrechliche, ja solistische Motivarbeit zurückfällt. Hier hat sich das Hyperion-Trio wirklich hart in die Gedankenwelt Regers eingearbeitet, hat sich auf die formale Welt eingelassen und folgt den Gedankenlinien, die fast zum Stillstand kommen, ohne den Fluss zu verlieren. Burschikos und mystisch fast sind die Ecksätze ausgeleuchtet, genau passend für die Schreibweise Regers.
Nur ein Satz mit dem Titel „Fantasie charactéristique“ ist von einem Trio aus dem Jahre 1889 überliefert… Es wurde bislang noch nie eingespielt, diese Interpretation kann als referenzwürdig angesehen werden. Denn mit rauschendem Drang spielen die Musiker die extreme Klimax des Werkes, so das man den Atem anhält… Aufgrund des Repertoires ist diese CD schon ein Erlebnis, vor allem durch die berauschende Leistung des Hyperion-Trios.
Im alten Stil - … Oliver Kipp, Geiger des Hyperion-Trios, hat für die neue Reger-CD des Ensembles Regers Violine-Orgel-Fassung des Largos aus der ‚Suite im alten Stil‘ op. 93a für Klaviertrio bearbeitet. Im ‚Allegro moderato, ma non passione‘ lotet das Hyperion-Trio die Überdrucksspannung zwischen Wucht und Innigkeit leidenschaftlich aus, doch nie effekthascherisch, vielmehr als Klangbild einer zerrissenen Künstlerpersönnlichkeit… Und auch die Mittelsätze hält das Trio in stets ausbruchsbereiter Erregung. Stets decken die Künstler auch die feinere Organisation hinter der monumentalen Fassade auf: die polyphonen Netzwerke als traditionelle Orientierung, die Chromatik als einen Weg zur erweiterten Tonalität.
Discographie
Max Reger: Werke für Klaviertrio. Klaviertrio op. 102; Largo aus dem Trio B-Dur "Fantasie caractéristique"; Largo aus der Suite im alten Stil op. 93a (Thorofon 2008)
Schumann: Klaviertrios Nr. 1-3; Fantasiestücke für Klaviertrio op. 88; Schubert: Klaviertrio Nr. 1; Brahms: Klaviertrios Nr. 1 & 2; Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 1; Liszt: La Vallee d'Obermann für Klaviertrio; Clara Schumann: Klaviertrio op. 17 (Thorofon 2004/05)
Konzerttermine
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19.03.2010 Magdeburg, Aula des ÖDG
19.30 Uhr Magdeburg, Aula des ÖDG
Joseph Haydn, Klaviertrio Es-Dur Hob. XV:29
Prinz Louis Ferdinand von Preussen, Grosses Trio Es-Dur op.10
Ludwig van Beethoven, Klaviertrio c-moll op.1 Nr.3 -
07.05.2010 19.30 Uhr Magdeburg, Aula des ÖDG
Christian Sinding, Trio D-Dur op.23
Edvard Grieg, Andante con moto c-moll
Johannes Brahms, Klaviertrio c-moll op.101 -
15.05.2010 Westerstede
Ludwig van Beethoven, Klaviertrio c-moll op.1 Nr.3
Franz Schubert, Notturno Es-Dur op.148
Franz Schubert, Forellenquintett -
16.05.2010 Nordenham
Ludwig van Beethoven, Klaviertrio c-moll op.1 Nr.3
Franz Schubert, Notturno Es-Dur op.148
Franz Schubert, Forellenquintett -
04.07.2010 19.30h Helgoland, St. Nicolai-Kirche
Christian Sinding, Trio D-Dur op.23
Edvard Grieg, Andante con moto c-moll
Johannes Brahms, Klaviertrio c-moll op.101
