Faust Quartett
Streichquartett
„Gelebte Musik! - Pure Spielfreude!“
Das ARD-preisgekrönte Faust Quartett wird für „höchste Spielkultur, Bewusstsein für musikalische Prozesse und einen ausgeprägten Klangsinn“ von Presse und Publikum gefeiert. 1996 in Weimar gegründet, wurde das Faust Quartett u.a. von Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett und dem Hagen Quartett ausgebildet. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, wie beim Paolo Borciani Wettbewerb, dem Concours International de Bordeaux und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD (2004 2. Preis) dokumentieren die künstlerische Arbeit des Ensembles.
Das Faust Quartett gastiert in renommierten Häusern wie der Musikhalle Hamburg, dem Konzert-haus Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, dem Beethovenhaus Bonn, dem Prinzregententheater München und dem Concertgebouw Amsterdam. Tourneen führten es nach Südamerika und in Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut durch mehrere Länder Afrikas. Auch bei Festivals wie dem „Heidelberger Frühling“, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vor-pommern, den Festspielen in Schwetzingen und Bergen präsentierten sich die jungen Musiker. Im Frühjahr 2011 unternahmen sie die erste Norwegen Tournee mit Debüt im Konzerthaus Oslo, im Sommer sind sie mit zwei Konzerten beim SHMF vertreten und beim Pre-Opening in Kopenhagen.
Darüber hinaus traten sie mehrfach im Rundfunk und Fernsehen auf (BBC London, Radio Hilversum, ARD, WDR, BR, HR und DeutschlandRadio Kultur) und brachte zwei Tonträger mit Werken von Beethoven und Brahms sowie mit Rundfunkmitschnitten von Werken von Mozart, Debussy, Wolfgang Rihm u.a. heraus. Seit 2010 liegt eine DVD des jungen Ensembles vor.
Die Experimentierfreude der Musiker spiegelt sich in der Vielfalt des Repertoires. Die Gestaltung von Programmen, welche die Instrumentalmusik mit anderen Künsten wie Gesang, Tanz, darstel-lendem Spiel und Literatur verbinden, liegt ihnen besonders am Herzen. Ein großer Erfolg war 2007 die Aufführung der Multimedialen Musik und Tanzperformance „My Love is as a Fever“ von Ludger Vollmer nach Texten von Shakespeare.
Weiterhin zeichnet sich das Faust Quartett durch sein besonderes pädagogisches Engagement aus. Bei Besuchen in diversen Schulen, auch im Rahmen der Projekte von „Rhapsody in school“, und in Gesprächskonzerten gelingt es den jungen Musikern besonders gut, die Lebendigkeit der Musik und ihre Freude daran einem breiten Publikum zu vermitteln.
Ein besonderes Anliegen ist dem Ensemble die Auseinandersetzung mit der heutigen Zeit und die enge Zusammenarbeit mit den Komponisten, die ihm bereits mehrfach Werke gewidmet haben. So brachte das Faust Quartett Werke von Ludger Vollmer, Carsten Hennig, Wolfgang Rihm, Peter Maxwell Davies und Edith Canat de Chizy zur Uraufführung.
Bereicherung und Inspiration erfährt das Quartett im Zusammenwirken mit anderen Künstlern wie Dimitri Ashkenazy, Wladimir Mendelssohn, Patrick Gallois, Marisol Montalvo, Bernd Glemser, Catherine Beynon, Otto Sander u.a.
Mit „Faust“ als Namenspatron nimmt das Quartett Bezug auf den Gründungsort Weimar und auf Johann Wolfgang von Goethe, der im Streichquartett „vier vernünftige Leute sich miteinander unterhalten“ hörte. In diesem Sinne strebt auch das Faust Quartett in seiner Arbeit nach der höchsten Form von Kommunikation.
Pressestimmen
Faust- Quartett mit Poesie in reizvollen Klangfarben- Preisgekröntes Quartett und herausragende Solisten: Bernd Glemser mit dem Faust Quartett und Dimitri Ashkenazy. Einen Konzertabend von außergewöhnlicher musikalischer Brillanz hat das „Faust Quartett plus“ im Laienrefektorium des Klosters Maulbronn gestaltet… Zum Programm-Auftakt gab’s Haydns „Reiterquartett“. Die erfrischend dargebotene ‚Reiter‘-Rhytmik im Eröffnungs-Allegro, die episch breit ausgezogene Trauer-Feierlichkeit im Largo, die imposante Vielgestaltigkeit im dritten Satz und die mit explodierendem Temperament angefachte Leidenschaftlichkeit im abschließenden Finale demonstrierten eindrucksvoll die Qualitäten der vier Streicher. Sie zeigten beispielhaft, wie man Klangfiguren aus dem Inneren des musikalischen Geschehens entwickelt und mit intensiver Sinnlichkeit ausstattet… Fürwahr meisterlich auch die Interpretation des Mozartschen Klarinettenquintetts mit den „Faust“-Streichern und Dimitri Ashkenazy – einem Klarinettisten, dem zwar (noch) der Nimbus einer Berühmtheit fehlt, der aber durchaus in einer Reihe mit Sharon Kam oder Sabine Meyer genannt werden kann…
Ein liebendes Cello, von Geigen verhöhnt – Kammerkonzert mit dem Faust Quartett und der Pianistin Cordelia Höfer … Die „Italienische Serenade“ von Hugo Wolf, ein Rondo in Molto-Vivo-Stimmung, vereinte in der Interpretation den intimen kammermusikalischen Gedanken mit einer eleganten Verve, welche sie dem kongenialen Musiziergeist des Streicherteams verdankte. Der ironische Gedanke eines liebenden Cellos, das von den rivalisierenden Geigen und der Bratsche verhöhnt wird, wurde in diesem Ständchen kapriziös realisiert…
„Blutvoll und sehr musikantisch“- so wird Schumanns Klavierquintett gerne beschrieben. Wie dies in einer perfekten Realisierung aussehen kann, führten das Faust Quartett und Cordelia Höfer mit kraftvollem Duktus vor… Im Scherzo trat der helle Charakter des Werkes wieder endgültig hervor, wobei es den Musikern gelang, auch die unruhig jagende Hast, mit welcher der Komponist den Satz durch verschiedene Tonarten treibt, als ein erregendes Hörerlebnis darzustellen… Das Doppelfugato, welches den Schluss einleitet, geriet zum fantastischen Höhepunkt. Eine Interpretation, welche dem romantischen Hauptmotiv des Werkes voll gerecht wurde. Brausender Jubel belohnte das Ensemble für diesen Abend der musikalischen Köstlichkeiten.
Besonderes Mendelssohn-Glück – Faust Quartett und Volker Jacobsen (Viola) in Schwetzingen - … Die vier jungen Musiker präsentierten sich als außergewöhnlich homogenes Ensemble, in dessen Spiel Formintelligenz und Ausdruckssensibilität gleichwertig zusammenfinden. Einen eher historisch-strengen Bach-Stil demonstrierte das Quartett in drei Stücken aus der „Kunst der Fuge“… Mendelssohns e-Moll-Werk op. 44/2 überzeugte durch farbenreich ausdifferenzierten „appassionato“-Elan in den Ecksätzen, prickelnden „Elfenmusik-Esprit“ im Scherzo und duftig schwebende Kantabilität im liedhaften langsamen Satz. Besonderes Mendelssohn-Glück aber bescherte die von mitreißendem Enthusiasmus beseelte und beflügelte Aufführung des späten B-Dur-Quintetts mit dem perfekt integrierten Volker Jacobsen. Vom ans Streichoktett erinnernden Kopfsatz über das aparte Andante-Intermezzo und die prachtvolle Adagio-Elegie bis hin zum schier überschäumenden Finale herrschte hier eine tief erfüllte Leidenschaft, die das wenig bekannte Meisterwerk beim Schwetzinger Publikum zum gefeierten Triumph werden ließ…
Unbändige Musizierlust – Sonntagsmatinee der Schwetzinger Festspiele mit dem Faust Quartett - … Mit dem Faust Quartett lernten wir ein Ensemble kennen, das das Mendelssohn’sche Postulat „Es kommt nur gar zu viel auf die Ausführung an“ aufs Schönste erfüllt. Es bewältigte den stilistischen Spagat zwischen Bach und Mendelssohn mit stupender Technik, stets wachen Ohren füreinander und einer unbändigen Musizierlust. Kontrollierte Ekstase - In strenger Klarheit (und natürlich senza vibrato) spielten sie zum Auftakt aus Bachs „Kunst der Fuge“, um dann mühelos den Schalter umzulegen zur flirrenden Melodienseligkeit in Mendelssohns e-Moll Quartett op. 44/2, dessen Scherzo eine Lehrstunde in brilliantem Spiccato-Spiel war... Es folgte das hinreißend musizierte Streichquintett B-Dur von Mendelssohn, wobei sich Volker Jacobsen (2.Viola) glänzend in das Ensemble integrierte. Der sozusagen kontrollierten Ekstase der virtuosen Ecksätze stellten die fünf jungen Künstler einen wunderbar beseelten Adagio-Satz gegenüber. Auch der Beifall ziemlich ekstatisch und hochverdient.
Discographie
Faust Quartett - live:
Schubert: Quartettsatz c-Moll, Allegro assai; Haydn: Quartett h-Moll, Allegro moderato; Berg "Lyrische Suite", Allegro misterioso; Rihm: Quartettstudie; Mozart: Klarinettenquintett A-Dur, Larghetto; Debussy: Quartett g-Moll, 1. Satz
Hörproben
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