Faust Quartett
Streichquartett
„Gelebte Musik! - Pure Spielfreude!“
Das ARD-preisgekrönte Faust Quartett wird für „höchste Spielkultur, Bewusstsein für musikalische Prozesse und einen ausgeprägten Klangsinn“ von Presse und Publikum gefeiert.
Das Quartett gastiert in renommierten Häusern wie der Musikhalle Hamburg, dem Konzerthaus Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, dem Beethovenhaus Bonn, dem Prinzregententheater München und dem Concertgebouw Amsterdam. Tourneen führten es nach Südamerika und in Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut durch mehrere Länder Afrikas. Auch bei Festivals wie dem „Heidelberger Frühling“, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Oberstdorfer Musiksommer und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern präsentierten sich die jungen Musiker.
Darüber hinaus trat das Faust Quartett vielfach im Rundfunk und Fernsehen auf (BBC London, Radio Hilversum, ARD, WDR, Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, DeutschlandRadio Kultur) und brachte zwei Tonträger mit Werken von Beethoven und Brahms sowie mit Rundfunkmitschnitten von Werken von Mozart, Debussy, Wolfgang Rihm u.a. heraus.
Die Experimentierfreude der Musiker spiegelt sich in der Vielfalt des Repertoires. Die Gestaltung von Programmen, welche die Instrumentalmusik mit anderen Künsten wie Gesang, Tanz, darstellendem Spiel und Literatur verbinden, liegt ihnen besonders am Herzen. Ein großer Erfolg solch eines Gesamtkunstwerks war 2007 die Aufführung der Multimedialen Musik und Tanzperformance „My Love is as a Fever“ von Ludger Vollmer nach Texten von Shakespeare.
Das Faust Quartett zeichnet sich weiterhin durch sein besonderes pädagogisches Engagement aus. Bei Besuchen in diversen Schulen und in Gesprächskonzerten gelingt es den jungen Musikern besonders gut, die Lebendigkeit der Musik und ihre Freude daran einem breiten Publikum zu vermitteln.
Ebenso suchen die Musiker bewusst die Auseinandersetzung mit der heutigen Zeit, indem sie engen Kontakt zu Komponisten pflegen, die ihnen bereits mehrfach Werke gewidmet haben. So brachte das Faust Quartett Werke von Ludger Vollmer, Carsten Hennig, Wolfgang Rihm, Peter Maxwell Davies und Edith Canat de Chizy zur Uraufführung.
1996 in Weimar gegründet, wurde das Faust Quartett u.a. von Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett und dem Hagen Quartett ausgebildet.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, wie beim Paolo Borciani Wettbewerb, dem Concours International de Bordeaux und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD dokumentieren die künstlerische Arbeit des Ensembles.
Bereicherung und Inspiration erfährt das Quartett im Zusammenwirken mit anderen Künstlern wie Dimitri Ashkenazy, Wladimir Mendelssohn, Patrick Gallois, Marisol Montalvo und Otto Sander.
Mit „Faust“ als Namenspatron nimmt das Quartett Bezug auf den Gründungsort Weimar und auf Johann Wolfgang von Goethe, der im Streichquartett „vier vernünftige Leute sich miteinander unterhalten“ hörte. In diesem Sinne strebt auch das Faust Quartett in seiner Arbeit nach der höchsten Form von Kommunikation.
Pressestimmen
>Besonderes Mendelssohn-Glück – Faust Quartett und Volker Jacobsen (Viola) in Schwetzingen - … Die vier jungen Musiker präsentierten sich als außergewöhnlich homogenes Ensemble, in dessen Spiel Formintelligenz und Ausdruckssensibilität gleichwertig zusammenfinden. Einen eher historisch-strengen Bach-Stil demonstrierte das Quartett in drei Stücken aus der „Kunst der Fuge“… Mendelssohns e-Moll-Werk op. 44/2 überzeugte durch farbenreich ausdifferenzierten „appassionato“-Elan in den Ecksätzen, prickelnden „Elfenmusik-Esprit“ im Scherzo und duftig schwebende Kantabilität im liedhaften langsamen Satz. Besonderes Mendelssohn-Glück aber bescherte die von mitreißendem Enthusiasmus beseelte und beflügelte Aufführung des späten B-Dur-Quintetts mit dem perfekt integrierten Volker Jacobsen. Vom ans Streichoktett erinnernden Kopfsatz über das aparte Andante-Intermezzo und die prachtvolle Adagio-Elegie bis hin zum schier überschäumenden Finale herrschte hier eine tief erfüllte Leidenschaft, die das wenig bekannte Meisterwerk beim Schwetzinger Publikum zum gefeierten Triumph werden ließ…
Unbändige Musizierlust – Sonntagsmatinee der Schwetzinger Festspiele mit dem Faust Quartett - … Mit dem Faust Quartett lernten wir ein Ensemble kennen, das das Mendelssohn’sche Postulat „Es kommt nur gar zu viel auf die Ausführung an“ aufs Schönste erfüllt. Es bewältigte den stilistischen Spagat zwischen Bach und Mendelssohn mit stupender Technik, stets wachen Ohren füreinander und einer unbändigen Musizierlust. Kontrollierte Ekstase - In strenger Klarheit (und natürlich senza vibrato) spielten sie zum Auftakt aus Bachs „Kunst der Fuge“, um dann mühelos den Schalter umzulegen zur flirrenden Melodienseligkeit in Mendelssohns e-Moll Quartett op. 44/2, dessen Scherzo eine Lehrstunde in brilliantem Spiccato-Spiel war... Es folgte das hinreißend musizierte Streichquintett B-Dur von Mendelssohn, wobei sich Volker Jacobsen (2.Viola) glänzend in das Ensemble integrierte. Der sozusagen kontrollierten Ekstase der virtuosen Ecksätze stellten die fünf jungen Künstler einen wunderbar beseelten Adagio-Satz gegenüber. Auch der Beifall ziemlich ekstatisch und hochverdient.
Musikalisches Erlebnis – Faust Quartett begeisterte beim 5. Industriekonzert in Düren - … Ein Musizieren aus dem Vollen, spieltechnisch meisterhaft, dynamisch differenziert und klanglich ausbalanciert… Das Faust Quartett gab wertvolle künstlerische Anregungen zu ihrer perfekten Darbietung und beendete das letzte Industriekonzert dieser Saison mit Bravour.
Akkorde als Edelsteine - … Max Regers Streichquartett Nr. 5, was für ein Stück! Die große Architektur und Leuchtkraft eines Sternenhimmels entfaltet das Allegro expressivo, vieldeutige Harmonien münden in einen ausbalancierten Dur-Klang. Temperamentvolle polyphone Linien durchjagen das Vivace, Andacht herrscht im Adagio: ein fragiles Gleichgewicht zwischen Frieden und Trauer, Geborgenheit und Schicksal…. Das alles wird nur hörbar, wenn man so genial interpretiert wie die „Fausts“ – plastischer Klang mit großem Volumen, ausdrucksvoll und stark in jeder Stimme, Übersicht und perfektes Zusammenspiel aus einem Schwung…
Einfache und komplizierte Klangkombinationen - … Schwungvoll und bis in die kleinsten Nuancen tonschön erklang dieses frühe Streichquartett Es-Dur Haydns, das vor allem der Ersten Violine viel Fingerfertigkeit und Bogenstricheleganz abverlangt und trotz stupender Virtuosität ein hinreißend musikalisch durchdachtes Werk darstellt…
Discographie
Faust Quartett - live:
Schubert: Quartettsatz c-Moll, Allegro assai; Haydn: Quartett h-Moll, Allegro moderato; Berg "Lyrische Suite", Allegro misterioso; Rihm: Quartettstudie; Mozart: Klarinettenquintett A-Dur, Larghetto; Debussy: Quartett g-Moll, 1. Satz
Konzerttermine
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19.03.2010 Hörnum (Sylt)
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18.04.2010 Vreden
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28.05.2010 Bergen, Festspiele
