Dresdner StreichTrio

Streichtrio

Jörg Faßmann, Violine
Sebastian Herberg, Viola
Michael Pfaender, Violoncello
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Die Geburtsstunde des Dresdner StreichTrio schlug 1995, als sich drei junge Musiker zusammenschlossen, um sich neben ihrer Verpflichtung in Konzertmeisterpositionen an der Sächsischen Staatskapelle Dresden bzw. am MDR-Sinfonieorchester auch der Kammermusik zu widmen.
Inspiriert durch interessante Werke für Streichtrio von prominenten Tonschöpfern des 20. Jahrhunderts wie Jean Françaix, Alfred Schnittke und Ernst von Dohnányi lautete die Herausforderung: Die im Schatten des Streichquartetts stehende Gattung der Kammermusik mit ihren Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten zu neuer Blüte zu verhelfen.

Schon die ersten Konzerte bestätigten die drei sächsischen Musiker, da die Presse ihnen eine „klangliche Dreieinigkeit par excellence“ attestierte und „lebhaft an das legendäre Trio Italiano d`Archi erinnert wurde“. Einladungen folgten auf etablierte Konzertpodien in ganz Deutschland u.a. in die Dresdner Semperoper, die Münchner Philharmonie und zu verschiedenen Musikfestivals, wie dem Festival-Mitte-Europa , dem MDR-Musiksommer und dem Rheingau Musik Festival. Sein Debüt in der Berliner Philharmonie gab das Ensemble im Jahr 2004.

Das Repertoire umfasst inzwischen eine Vielzahl von Originalkompositionen für die Besetzung Violine, Viola und Violoncello sowie sämtliche Streichtrios von Beethoven, Mozart und Schubert. Über die Aufführung klassischer Streichtrios hinaus gilt das besondere Interesse auch den Werken der Moderne, die mit Kompositionen von Schnittke, Françaix, R. Strauss, Dohnányi und Kodaly vertreten sind.

Bereits nach der ersten CD-Einspielung, mit Schuberts Streichtrio B-Dur und dem Es-Dur Divertimento von W. A. Mozart, erfuhr das Dresdner StreichTrio höchstes Lob durch die Fachpresse. Für die Gesamteinspielung der Streichtrios von Ludwig van Beethoven bekam das Trio in der Fachzeitschrift „Klassik heute" die Höchstnote und wurde mit dem Zeichen der besonderen Empfehlung versehen. Die CD Nr.4 entstand in Zusammenarbeit mit MDR-KULTUR. Auf ihr sind Werke von Sibelius, Kodaly, R. Strauss, Dohnányi, Françaix und Enescu zu hören. Für die Fachpresse steht auch hier fest, „...Wenn derartige musikalische Außenseiter mit Feinsinn und Klangkultur zu Tage befördert werden, wie vom Dresdner Streichtrio, geraten Ausgrabungen zu Entdeckungen. (Kulturjournal LVZ) “ Zur ersten CD der Reihe „accordo perfetto“ mit Werken von Herzogenberg und Reger heißt es in der Fachpresse unter anderem „… ein Ensembleklang, der in der Trio-Landschaft wahrlich seinesgleichen suchen dürfte … und es ist eine wahre Lust, den warmen Tönen, den lebhaften Phrasen und den - nun ja – Brahms’schen Wendungen zu lauschen (www.klassik.com).“ Die neueste CD-Produktion ist die Aufnahme der „Goldberg-Variationen“ in der Fassung für Streichtrio. Diese wurden als überragende Einspielung mit fünf Sternen in allen Kategorien bei klassik.com ausgezeichnet. Außerdem war sie CD der Woche beim WDR 3 und hr2. Alle CD-Einspielungen entstehen für das Label „Querstand“.

Jörg Faßmann, 1966 in Dessau geboren, erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Nach dem Studium an den Musikhochschulen Leipzig und Dresden in den Meisterklassen von Prof. Hertel und Prof. Reinhard Ulbricht wurde er 1987 Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden und 1989 zum Konzertmeister ernannt. Er ist Preisträger beim Internationalen Bachwettbewerb in Leipzig und beim Internationalen Musikwettbewerb Markneukirchen. Ein Anliegen von Jörg Faßmann ist die Förderung von begabtem Nachwuchs, dem er durch einen Lehrvertrag an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden Rechnung trägt.

Sebastian Herberg, wurde 1968 in Potsdam geboren und erhielt an der dortigen Musikschule seinen ersten Bratschenunterricht. Es folgte von 1984-1990 ein Studium an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar in der Klasse von Prof. Thomas Wünsch. Von 1991-1994 war er Solobratscher des Berliner-Sinfonie-Orchesters im Konzerthaus Berlin. In dieser Zeit absolvierte er außerdem ein Zusatzstudium an der HfM "Hanns Eisler" Berlin bei Prof. Alfred Lipka. Seit 1994 ist Sebastian Herberg Solobratscher der „Sächsischen Staatskapelle Dresden“. Außerdem widmet er sich als Lehrbeauftragter an der HfM „C. M. v. Weber“ der Ausbildung des Bratschen-Nachwuchses. Regelmäßige Auftritte als Solist und Kammermusiker führen ihn ins In - und Ausland bis nach Übersee.

Michael Pfaender, Jahrgang 1964, stammt aus einer Musikerfamilie. Er studierte an der Hochschule für Musik in Dresden bei Prof. Friedrich Milatz. Sein erstes Engagement führte ihn 1986 als stellvertretenden Solocellisten an das Händelfestspielorchester Halle. Von 1988 bis 1992 war er 1. Solocellist des Großen Rundfunkorchesters Leipzig. Seit 1992 ist er 1. Solocellist des MDR-Sinfonieorchesters. Von 1994 bis 1997 war er ständiger Gast-Solocellist der Dresdner Staatskapelle. Gastspiele mit diesen Orchestern führten ihn durch Europa, Asien und in die USA. Solistische Einspielungen liegen mit Werken von Martinu, Bruch, Haydn, Bischof und Dvorak vor.

Pressestimmen

Höchste Triokunst – Das Dresdner StreichTrio zum Saisonabschluss beim „Jungen Podium Altrip“ – …Von den ersten Takten an ist man gefangen von der hohen Musikalität und dem edlen warmen Klang des Trios. Einen solchen Fall äußerster Homogenität findet man selten – es mutet zuweilen an, als ob hier nur ein einziges Instrument musiziere.. Drei absolut gleichwertige Meister sind hier am Werk: technisch souverän, lebendig artikulierend, stets voller Konzentration und Präsenz spielend… Mozarts Divertimento Es-Dur ist, bei aller Gefälligkeit des Tons, keine harmlose Gesellschaftskunst, sondern ein Gipfelwerk der Gattung Streichtrio. Die Spannung in diesem langen Werk zu halten ist nicht einfach, aber besser als das Dresdner StreichTrio kann man diesen Mozart nicht spielen. Blutvoll und beseelt, klangschön und profiliert. Begeisterter und langanhaltender Applaus.

Die Rheinpfalz, 10.6.09

Hörgenuss auf höchstem Niveau- Dresdner StreichTrio begeisterte in Hitzacker - …Klangvoll, klar strukturiert und mit perfektem Zusammenspiel eröffnete das Ensemble das Konzert. Es bestach durch seine präzise aufeinander abgestimmte Tongebung und dynamische Differenzierung, weichem Gesamtklang mit Glanz, stets ausgewogen und harmonisch… Mozarts Divertimento ist ein echtes Trio im sinne moderner Kammermusik mit einem Reichtum an Klangfarben und Ausdrucksformen trotz des nur dreistimmigen Satzes. Jedes Instrument übernimmt jede Rolle: Melodieträger, Basslinie, ist Umspieler oder auch Ergänzender. Die drei Streicher interpretierten dieses Werk ebenfalls in der ihnen eigenen hohen künstlerischen Qualität mit warm singenden, leicht verspielten gegenüber energischen, frech und auftrumpfend anmutenden, lebhaft oder auch schlicht gehaltenen Passagen. So wurde jeder der sechs Sätze ein Erlebnis für sich und bildete den Höhepunkt des Konzertes…

Hitzacker, 24.2.2009

Kompositionen von Bach bis Reger… Es lässt sich schwerlich sagen, ob einer der Komponisten Favorit des Trios war, denn die Musiker interpretierten jedes Stück mit hoher Konzentration und stellten dabei die Eigenheiten, Besonderheiten und den Facettenreichtum der Komposition heraus… Der hervorragende Eindruck dieses Konzertes, mit dem das Dresdner StreichTrio die diesjährige Musica Bayreuth kammermusikalisch beendete, wird sicherlich manchem Zuhörer noch lange in Erinnerung bleiben.

Nordbayerischer Kurier Bayreuth, 14.5.08

Discographie

Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento Es-Dur KV 563. Franz Schubert: Trio B-Dur D 581; Dresdner StreichTrio. Querstand (1999).

Ludwig van Beethoven: Streichtrio Es-Dur op. 3, Serenade D-Dur op. 8; Dresdner Streichtrio. Querstand (2000).

Ludwig van Beethoven: Streichtrio G-Dur op. 9 Nr. 1, Streichtrio D-Dur op. 9 Nr. 2, Streichtrio c-Moll op. 9 Nr. 3 Querstand (2000)

Zoltán Kodály: Intermezzo für Streichtrio. Richard Strauss: Variationen über "Das Dirndl is harb auf mi" G-Dur. Jean Sibelius: Suite in A-Dur für Streichtrio. Ernst von Dohnányi: Serenade für Streichtrio op. 10. Jean Francaix: Trio für Violine, Viola und Violoncello. George Enescu: Aubade. Peter Tschaikowsky: Allegretto moderato; Dresdner StreichTrio. Querstand (2002)

accordo perfetto Vol. 1: Heinrich von Herzogenberg Streichtrio F-Dur op. 27 /2, Max Reger Streichtrio a-Moll op. 77b; Dresdner Streichtrio. Querstand 2004.

Johann Sebastian Bach: Goldberg Variationen BWV 988 in der eigenen Bearbeitung des Dresdner StreichTrios
CD 1:
ARIA Variation I Variation II Variation III Canone all'Unisono Variation IV Variation V Variation VI Canon e alla Seconda Variation VII al Tempo di Giga Variation VIII Variation IX Canone alla Terza Variation X Fughetta Variation XI Variation XII Canone alla Quarta Variation XIII Variation XIV Variation XV Canone alla Quinta

CD 2:
Variation XVI Ouverture Variation XVII Variation XVIII Canone alla sesta Variation XIX Variation XX Variation XXI Canone alla Settima Variation XXII Variation XXIII Variation XXIV Canone all’ Ottava Variation XXV Adagio Variation XXVI Variation XXVII Canone alle Nona Variation XXVIII Variation XXIX Variation XXX Quodlibet Aria

Konzerttermine

  • 07.04.2010 Burgwedel