Blue Chamber Quartet
Quartett mit Klavier, Harfe, Kontrabass und Vibraphon
Vier Musiker mit der bisher "unerhörten" Kombination von Klavier, Harfe, Kontrabass und Vibraphon präsentieren seit der Gründung 2005 eine eigene musikalische Sprache fernab des Mainstreams klassischer Quartettprogramme. Diese Sprache ist genreübergreifend, das Repertoire umfasst Namen wie Isaac Albeniz, Serge Prokofiew, Astor Piazzolla, bis hin zu lebenden Komponisten wie Allen Shawn und Chick Corea. "Blue Chamber Quartet" - Blue Notes und Kammermusik des 20. Jahrhunderts verschmelzen hier zu einer hoch-virtuosen, abwechslungsreichen Mixtur.
2006 erhielt das BCQ den Innovationspreis des Landkreises Göttingen, der die gelungene Verbindung von klassischer Moderne mit Kompositionen aus der Welt der „Blue Notes“ würdigte. 2007 stellten die vier Musiker nach einem gefeierten Konzert beim Carrick Water Music Festival in Irland ihre erste CD „First Impressions“ vor. Diese weltweit erhältliche CD wurde von der internationalen Musikpresse gefeiert - „...an earopening classical crossover quartet“ (Audiophile Audition - USA). Im Herbst 2008 gab das BCQ im Rahmen der Konzertreihe BASF ON TOUR ein Konzert im Technikmuseums Speyer zusammen mit dem süddeutschen Videokünstler Sascha Simm, der eigens für das BCQ Videokompositionen erstellte. In der Folge gab es Konzerte in Deutschland und der Schweiz. 2009 präsentierte das Quartett die CD „Children’s Songs, „eine sehr vielseitige, liebevoll produzierte und aufgemachte Produktion...“ (Das Orchester). 2011 war das BCQ zu Gast bei den Händel-Festspielen Göttingen. Höhepunkt des Abends war die bejubelte Uraufführung der „Messiah Jazz Suite“, eine Bearbeitung von Friedrich Philipp-Pesendorfer auf der musikalischen Grundlage von Händels Messiah.
Julia Bartha, Klavier, legte ihr Konzertexamen bei Karl-Heinz Kämmerling an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ab. Sie ergänzte Ihre Studien am Konservatorium in Zuürich bei Homero Francesch. Im Alter von vierzehn Jahren debütierte sie als Solistin in Edvard Griegs Klavierkonzert. 1990 gewann Julia Bartha den 1. Bundespreis „Jugend musiziert“, war Preisträgerin des Klavier-Wettbewerbs „Viotti“ in Vercelli (Italien) und 1999 Finalistin des renommierten Clara Haskil Wettbewerbs in Vevey (Schweiz). Von 1994 – 1999 wurde Julia Bartha als Stipendiatin von der Deutschen Studienstiftung gefördert, von 2000 bis 2003 war sie auf der Künstlerliste der vom Deutschen Musikrat empfohlenen jungen Solisten. Konzertverpflichtungen führten sie nach Irland, Holland, Bulgarien, Tschechien und in die Schweiz. Sie konzertiert bei Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, den Niedersächsischen Musiktagen, den Göttinger Händel-Festspielen und dem Fringefestival Dublin (Irland). Ihr Konzert mit de Fallas „Nächte in spanischen Gärten“ zusammen mit den Stuttgarter Philharmonikern 2007 wurde vom Deutschland Radio live aus der Liederhalle in Stuttgart übertragen. Eine Solo-CD von Julia Bartha mit Werken von Schumann, Kirchner und Brahms ist 2004 erschienen. Seit 2009 ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.
Angelika Siman, Harfe, wurde in Wien geboren und erhielt ihren ersten Harfenunterricht bei Werner Karlinger in Linz. Sie ist Absolventin des Wiener Musikgymnasiums und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Adelheid Blovsky-Miller sowie am Franz-Schubert-Konservatorium bei Georg Baum. Neben ihrem Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst absolvierte Angelika Siman die Ausbildung zur “Rhythmustherapeutin und Rhythmuspädagogin“. Neben Soloauftritten in Österreich nahm sie auch eine CD für den ORF Niederösterreich mit Werken von G. F. Händel und C. Saint-Saens auf sowie eine CD mit dem Ambassade Orchester Wien und dem Startenor Jose Carreras. Zuletzt konzertierte Angelika Siman mit den Wiener Symphonikern unter Georges Pretre und Fabio Luisi und war bei Giuseppe Verdis Aida bei den Bregenzer Festspielen tätig. Sie konzentrierte sich schon während ihres Studiums zunehmend auf die ganz neue Dimension der Jazzharfe und absolvierte in diesem Genre Meisterkurse bei Evelyn Huber, Uschi Laar und dem Jazzharfenisten Park Stickney.
Thomas Schindl, Vibraphon, wurde in Gmünd/Österreich geboren und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Kurt Prihoda sowie am Brucknerkonservatorium Linz bei Prof. Leonhard Schmidinger und Bogdan Bacanu. Thomas Schindl war ab September 2002 Solo-Pauker im Göttinger SymphonieOrchester und ist seit Oktober 2007 als Schlagzeuger und Pauker bei den Wiener Symphonikern tätig. Gast-Engagements führten ihn u.a. zu den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, den Stuttgarter Philharmonikern, an die Wiener Staatsoper, die Oper Hannover, die Deutsche Oper am Rhein und die Frankfurter Oper sowie zu den Salzburger Festspielen, dem Schleswig- Holstein-Musikfestival und den Bregenzer Festspielen. Neben seiner Tätigkeit bei den Wiener Symphonikern spielte Thomas Schindl als Solist und Kammermusiker u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Irland, Spanien, Frankreich, der Türkei, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er arbeitete u.a. mit Musiker-Persönlichkeiten wie Gorges Pretre, Fabio Luisi, Christoph Eschenbach, Jose Carreras, Anna Netrebko und Dave Brubeck.
Holger Michalski, Kontrabass, absolvierte seine Kontrabass-Ausbildung bei Werner Schröder in Kassel und bei Professor Klaus Trumpf in Berlin. Hinzu kamen Meisterkurse bei Klaus Trumpf sowie bei Gary Karr. Sein Faible für Jazz und Fusion bescherte ihm schon in jungen Jahren vielfältige Erfahrungen durch Konzerte und Schallplattenaufnahmen mit national und international tätigen Jazzmusikern. Mit dem Göttinger Symphonie Orchester, bei dem er seit 1983 tätig ist, führte Holger Michalski als Solist Kontrabasskonzerte von Giovanni Bottesini, Serge Koussevitzky und Nino Rota auf. 1991 wurde er Preisträger beim 1. Internationalen Kontrabass- Wettbewerb der „International Society of Bassists“ in Mittenwald/Deutschland. Holger Michalski spielte mit namhaften Orchestern wie der NDR-Radiophilharmonie oder dem Mozarteum Orchester Salzburg Konzerte in Europa, Südamerika und Asien. Er war zu Gast beim Kammermusikfestival Hohenstaufen, und er konzertiert mit Ensembles wie dem Viardot Quartett oder der Cappella Andrea Barca des Pianisten András Schiff.
Pressestimmen
Händel-Festspiele Göttingen „Messiah Jazz- Suite“… Barocke Melodien aus Händels Messias treffen in der „Messiah Jazz-Suite“ auf Rhythmik und Harmonik des modernen Jazz. Changierend wechseln sich beide Stile ab. Die Verspieltheit des Barocks verschmilzt mit der endlosen Freiheit des Jazz. Dabei bleiben die Instrumentalisten stets dem Duktus klassischer Interpretation verbunden. Dem Werk verleihen die vier Musikerinnen und Musiker aus Göttingen und Wien den für dieses Quartett so charakteristischen Stil: Eine aufwühlende Spannung und Dramatik zieht sich durch die Sätze. Dies wird verstärkt durch die Instrumentierung, die zu charmanten Kontrasten führt zwischen den schwebend leichten Tönen des Vibraphonisten Thomas Schindl und der Harfenistin Angelika Siman sowie den geerdet kraftvollen Klängen der Pianistin Julia Bartha und des Kontrabassisten Holger Michalski. Der Spannungsbogen der Suite kulminiert im überschäumend schönen „Hallelujah“ – und im begeisterten Applaus des jubelnden Publikums.
Der Suite vorausgegangen waren südamerikanische und spanische Werke. So verbeugte sich das Quartett im ersten Teil des Abends mit Didier Benettis „Piazzollino“ vor Astor Piazzolla. Das Ensemble nahm dessen energiegeladenen Tango-Nuevo-Stil auf und ließ den Mittelteil zu einer hymnischen Hommage an den argentinischen Komponisten werden. Verträumt, sehnsüchtig und sehr ernst interpretierte die Gruppe die „Bachianas Brasileiras Nr. 4“ des brasilianischen Musikers Heitor Villa-Lobos. Ihnen folgten drei poetische Sätze der „Suite Española“ von Isaac Albeniz…
Discographie


Blue Chamber Quartet „First Impressions“ SACD Stockfisch: Toccata – Sergej Prokofjew. Children’s Songs – 19,12,16,17,18 – Chick Corea. Tanti anni prima – Astor Piazzolla. Music 4-4 – Jens Schlieker / Nils Rohwer. Good bye my love – Monika Stadler. Kicho – Astor Piazzolla. Jazz Suite – Latin, Blues Boogie – Richard Michael. Hinter dem Fenster – Jens Schlieker / Nils Rohwer. La Fiesta – Chick Corea.
Blue Chamber Quartet „Children's Songs“ SACD Stockfisch: Children’s Songs – 1 bis 20 – Chick Corea. Die Journalistin Cathrin Kahlweit hat den 20 Songs 20 kurze Texte (Children's Stories) zur Seite gestellt. Die Texte sind im Booklet abgedruckt. Gastmusiker: Sven von Samson: Percussion.
Hörproben
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