Benjamin Engeli
Klavier
Benjamin Engeli (*1978) zählt zu den vielseitigsten Pianisten der jungen Generation. Als Preisträger zahlreicher Musikwettbewerbe musizierte er in den meisten Ländern Europas, in Australien, Brasilien, China, Indien, Kanada, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dabei konzertierte er in Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, dem Tschaikowsky Konservatorium Moskau, dem Herkulessaal der Münchner Residenz, dem Oriental Arts Center Shanghai oder dem Konzerthaus Wien. Zahlreiche Auftritte wurden vom Rundfunk aufgezeichnet, 2010 erschien eine vielbeachtete CD mit Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven bei Solo Musica.
Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet er sich mit Begeisterung der Kammermusik: als Mitglied des Tecchler Trios gewann er 2007 den ARD-Musikwettbewerb in München, mit dem Gershwin Piano Quartets führt er derzeit eine weltweite Konzerttätigkeit, daneben ist er oft in freien Formationen zu hören. Er ist ein gefragter Liedbegleiter und ausserdem seit 2009 als Dozent für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel tätig. Im gleichen Jahr erhielt er den Kulturförderpreis des Kantons Thurgau.
Benjamin Engeli stammt aus einer Musikerfamilie und begann schon früh, sich für die verschiedensten Instrumente zu begeistern. Den ersten regulären Klavierunterricht erhielt er dann aber erst als Fünfzehnjähriger bei Adrian Oetiker, bei dem er bis zu seiner Lehrdiplomprüfung an der Musikakademie Basel studierte. Parallel dazu absolvierte er eine Ausbildung als Hornist an der Musikhochschule Luzern. Ab Oktober 2000 wurde er an der Musikhochschule Zürich von Homero Francesch betreut, wo er 2003 mit dem Solistendiplom abschloss. Daneben erhielt er Unterricht bei Lazar Berman, Andrzej Jasinski, Maurizio Pollini und Andràs Schiff.
Wenn sich Benjamin Engeli gerade nicht mit Musik beschäftigt, kocht er mit Begeisterung, interessiert sich für Filme aller Art oder bewegt sich gerne in der freien Natur.
Pressestimmen
Frische mit Tiefgang- Herzensangelegenheit Nur Frische reicht in einem Werk wie der außerordentlichen schweren Hammerklaviersonate op. 106 nicht. Als einen Triumph des Willens über auseinander strebende Kräfte bezeichnet Engeli das Werk selbst, und erreicht mit frischem Zugriff zugleich einen erstaunlichen, ja den erforderlichen Tiefgang. Die vier Sätze sind auf hohem Niveau gespielt... Die Intensität Engelis nimmt den Hörer mit und konfrontiert ihn gleichzeitig mit dem Bestürzenden dieser Beethovenschen Gefühlswelten. Wunderbar subtil vorbereitet ist auch den Largo-Übergang zur Schlussfuge…
Technische Brillanz Erfreulich ist, dass Engeli die Hammerklaviersonate mit zwei im Konzertsaal selten zu hörenden Beethoven-Sonaten gepaart hat. Opus 78 in Fis-Dur, das sind elf Minuten geheimnisvoller Lyrik, so intim wie spieltechnisch raffiniert und vertrackt. Das Stück wurde vom Komponisten selbst hoch geschätzt. Benjamin Engeli spielt es mit farbiger Anschlagspalette, aber im Poetischen nie manieriert. Ein Meisterwerk an «lehrbuchmässiger» Sonatentechnik ist Beethovens Opus 22 in B-Dur. Auch hier punktet Engeli wiederum mit Frische, Klarheit und technischer Brillanz…
Discographie
Beethoven: Klaviersonaten Sonate Nr. 11 B-Dur op. 22, Sonate Nr. 24 Fis-Dur op. 78, Sonate Nr. 29 B-Dur op. 106
Hörproben
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