Bassiona Amorosa
Internationales Kontrabaß-Ensemble
Benannt nach der virtuos-charmanten Komposition Passione Amorosa von Giovanni Bottesini (1821-1889) zeigt das junge Ensemble in internationaler Besetzung, bei vielen Auftritten seit der Gründung 1996 stets bejubelt, was in diesem mächtigen Instrument stecken kann. Mit viel Spielwitz, enormer Musikalität und grandioser Virtuosität lassen die passionierten Musiker ihre Bässe bis in die höchsten Lagen singen. Bassiona Amorosa begeistert sein Publikum in Europa, Amerika und Asien – in Konzerten, auf CDs, im Rundfunk und im Fernsehen mit abwechslungsreichen und interessanten Programmen, welche weite Bögen von Barockmusik über Klassikeradaptionen bis hin zu pointierten Arrangements der Unterhaltungsmusik spannen. Die besondere Attraktivität liegt in der unglaublichen Klangraffinesse und der ungewöhnlich virtuosen Darbietung.
Das Ensemble gastiert bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Young Artists International Los Angeles/Hollywood, Daejeon-Kammermusikfestival /Südkorea, Trondheim-Kammermusikfestival/Norwegen, Davos-Festival, dem MDR Musiksommer, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern usw. Bei Internationalen Kontrabass-Wettbewerben in Indianapolis, Richmond, Oklahoma (USA), Tschechien, Deutschland (ARD) usw. errangen die ehemaligen Meisterschüler von Prof. Klaus Trumpf (HfM München) regelmäßig Preise und Auszeichnungen. Inzwischen bekleiden fast alle Mitglieder Positionen als Solokontrabassisten in europäischen Orchestern, wie Oper Zürich, Philharmonien in St. Petersburg oder Belgrad.
Im Juli 2003 erhielt Bassiona Amorosa den ehrenvollen Auftrag, bei den Kulturpreisverleihungen an Placido Domingo und Wolfgang Wagner die musikalischen Umrahmungen zu übernehmen. Im September 2003 bekam das Ensemble dann von der Europäischen Kulturstiftung PRO EUROPA den Europäischen Quartettpreis 2003, gefolgt von Konzerten in der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Berlin, dem Herkulessaal in München, Fordtheatre Los Angeles/ Hollywood und weiteren bedeutenden Konzertpodien.
2007 standen Tourneen und Konzerte in Serbien, Südkorea und Norwegen auf dem Programm, 2008 im Liechtenstein-Palais Wien, im Kongresszentrum in Davos u.a.
Die als Live-Mitschnitt (Berliner Philharmonie) entstandene CD wird von der internationalen Fachpresse als eine der besten Kontrabass-Aufnahmen gewürdigt. Seit Bestehen liegen 13 CDs als Konzertmitschnitte und Studio-Aufnahmen vor. Rundfunkmitschnitte beim BR, WDR und Kurzfilme verschiedener Sender dokumentieren die rege Konzerttätigkeit des Ensembles.
Begonnen hatte alles im Jahr 1996 mit vier jungen Meisterschülerinnen der HfM in München. Seither garantiert die Talentschmiede von Prof. Klaus Trumpf für meisterhaften Nachwuchs. Die jetzige Besetzung besteht aus ehemaligen und derzeitigen Studenten und Preisträgern verschiedener Wettbewerbe. Darunter ist Roman Patkoló, seit Jahren als Stipendiat der Anne-Sophie-Mutter Stiftung unterstützt und gefördert, erhielt im Mai 2002 den „Europäischen Kulturförderkreis“ und wurde 2. Preisträger beim ARD-Wettbewerb 2003. Seit 2007 hat er als jüngster Professor für Kontrabass einen Lehrauftrag an der HfM München und seit Juni 2009 eine Professorenstelle in Basel.
Eine besondere Farbe erhält das Ensemble durch die Einbindung der in Kiew geborenen Pianistin Milana Chernyavska. 1990 beendete sie ihr Klavierstudium mit Auszeichnung. Von 1995 bis 1998 absolvierte sie ein Meisterklassenstudium bei Prof. M. Höhenrieder und Prof. G. Oppitz an der Hochschule in München. Ihre künstlerische Leistung wurde durch zahlreiche Preise bei internationalen und nationalen Wettbewerben anerkannt.
Kammermusikeinspielungen liegen bei den Labels EMI, Naxos und Ars Musici vor. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Künstler wie Julia Fischer, Elisabeth Batiashwili, Daniel Müller-Schott, das Vogler-Quartett u.a.. Milana Chernyavska unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater München und ist Professorin am Konservatorium Feldkirch (Österreich).
Pressestimmen
Faszinierende Saiten-Sprünge – Der Tanz über vier Saiten, er war einfach genial. Vier Kontrabässe entwickelten einen nie für möglich gehaltenen Zauber dank fünf exzellenter Künstler, die ihre Instrumente schlafwandlerisch sicher beherrschten. Keine Frage: Hier wurde etwas Einmaliges, etwas Geniales geboten, das es in diesen alten Mauern noch nie gab… Die einst von Patrick Süskind verbreitete Ansicht, „der Kontrabass ist das scheußlichste Instrument“ wurde eindrucksvoll ad absurdum geführt… jeder Vortrag für sich war ein Genuss. Frühlingsduft lag bei Vivaldis „Frühling“ in der Luft. Schauspielerisches Talent zeigten die Musiker beim Säbeltanz und sängerisch bewährten sie sich beim Jägerchor aus dem Freischütz…
Witz trifft auf Spielfreude – Kontrabass-Sextett verzauberte Publikum - …Virtuoser Höhepunkt war Andrew Lees Solopartie in Bottesinis „Karneval von Venedig“ mit Klavierbegleitung; die Variationen des hierzulande als „Mein Hut, der hat drei Ecken“ bekannten Liedes waren gespickt mit artistischen Schwierigkeiten wie Dreiklangskaskaden und geschmeidigem Glissando. Blitzschnell glitt die Hand des Spielers über das Griffbrett, tanzte der Bogen auf den Saiten.. „Valse Caramel“, eine Komposition von Makhoshvili, verwandelte ein Kontrabasstrio in eine Jazzband mit dem Komponisten als Solisten, der das Thema im Gitarrensound zupfte und dann einen wilden Schlagzeug-Wirbel durch Schlagen auf den Corpus erzeugte. So einen kurzweiligen Abend hat es in dieser Reihe schon lange nicht mehr gegeben.
Westfalenpost, 27.11. 2008
Sie spielen, necken und verführen mit vielen Trümpfen – „Bass ist Trumpf“! Beim ausverkauften Rathauskonzert traf dieses Motto den Nagel auf den Kopf. Das preisgekrönte internationale Kontrabass-Ensemble stand auf der Bühne und zauberte aus seinen Instrumenten eine Trumpfkarte nach der anderen. Das war eine solche Vielfalt an Tönen, so ein schillerndes Volumen und so eine fantastische Präsentation, dass das Publikum aus dem Staunen nicht herauskam. Ein echter Trumpf war auch der Moderator des Abends und künstlerischer Leiter: Prof. Klaus Trumpf… Von Klassik bis Jazz, von Chanson bis Polka reicht das Repertoire der vier jungen und attraktiven Herren, allesamt mehrfache Preisträger internationaler Wettbewerbe… Sie zupfen und streicheln, nehmen ihr Instrument liebevoll in den Arm. Sie spielen und necken sich, locken und verführen… Mitreißend ihre Spielfreude, faszinierend die Klangfinessen, fabelhaft ihr Temperament und virtuos der Ausdruck…
Atemberaubende Raffinesse, schwindelerregende Virtuosität - … Bassiona Amorosa verwandelte den vollbesetzten Saal in eine musikalische Traumwelt… Es war schier unglaublich mit welch schwindelerregender Raffinesse, atemberaubender Virtuosität, leidenschaftlichem Ernst und unbändigem Spielwitz das Ensemble die Stücke im Original oder in Bearbeitung darbot. Rasante Läufe, Doppelgriffe, Glissandi durch die Obertonleiter, fesselnde Crescendi, rhythmisierendes Pizzicato oder Martellato und herrliche Melodik prägten die dynamisch nuancierte Musik. Die vielfältige Kunstfertigkeit im Kontrabass-Spiel eröffnete der Kopf-Satz von Vivaldis Frühling, in dem die Bassisten den Vergleich mit Geigern nicht zu scheuen brauchten… Kraftaufwendige Wechsel der Lagen, Tempi und Techniken wechselten mit lustigen Neckereien im Brummbass. Einfach genial. Danach präsentierte das Quartett den berühmten Säbeltanz als unterhaltsame Performance…
Discographie
BASSIONA AMOROSA live in der Philharmonie Berlin: Werke/ Bearbeitungen von J.S. Bach, Sarasate, Paganini, Liszt, Bottesini, St. Schäfer, F. Hubart, Rimskij-Korsakow, J. Lennon und J. Strauß; Roman Patkoló, Artem Chirkov, Andrej Shynkevich, Ljubinko Lazic, Jan Jirmasek, Giorgi Makhoshvili - Kontrabässe, Milana Chernyavska - Klavier. Mitschnitt vom 4.12. 2003, Berlin.
Bassiona Amorosa im Konzert Live-Mitschnitt aus der Konzertkirche Neubrandenburg, Juni 02
Hörproben
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Konzerttermine
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20.05.2010 Wehr
