Kein Geheimtipp – Das Hyperion-Trio

19. Januar 2012 - 21:49

In den letzten Jahren haben sich mehrere neue Klaviertrios im Musikleben etabliert, darunter auch das Hyperion-Trio. Mit erfreulicher Konsequenz erkundet das Ensemble das deutschsprachige Triorepertoire des 19. Jahrhunderts. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass die Hyperions von Brahms’ H-Dur-Trio op. 8 beide Fassungen einspielen (THOROFON). Mit ihrem makellosen, farbenreichen, bestens ausbalancierten warmen Trioklang mit feinsten dynamischen Schattierungen gelingen dem Ensemble auch bei bekannterem Repertoire Einspielungen, die sich nicht neben den großen Namen der Vergangenheit zu verstecken brauchen. Selbst im Kleinsten finden die drei Musiker großen Reichtum – ihre Liebe zur Musik und zu den eingespielten Werken ist nahezu mit Händen greifbar. Einzig eines mag man bei der Formation vergeblich suchen: sportiven Drive und rekordverdächtige Tempi. Das Hyperion-Trio verlässt sich auf die Überzeugungskraft der Musik und ihrer eigenen Leistungen.

Interpretation ★★★★★ | Klangqualität ★★★★★
Repertoirewert ★★★★★ | Booklet ★★★★★

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